Abo
  • Services:

Quantum Annealing Device: Forscher äußern Zweifel an Googles Quantensystem

Google preist den D-Wave 2X mit exorbitanten Zuwächsen verglichen mit klassischen Systemen an, genauer gesagt mit Faktor 10^8. Allerdings wurde das Quantum Annealing Device mit einem simulierten Singlecore unter Verwendung eines speziellen Algorithmus getestet.

Artikel veröffentlicht am ,
D-Wave 2X
D-Wave 2X (Bild: D-Wave)

In einem aktuellen Experiment mit einem Quantum Annealing Device, einem D-Wave 2X, spricht Google von einem Leistungszuwachs von 10^8, den das gemeinsam mit der Nasa betriebene System erreichen soll. Koryphäen äußern jedoch Kritik an den Messungen und bezeichnen sie als irreführend, denn: Der verwendete Algorithmus, Quantum Monte Carlo, wurde massiv für den D-Wave 2X optimiert und gegen einen simulierten Singlecore-Annealer gestellt.

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln
  2. Robert Bosch GmbH, Leonberg

Die vorgelegten Zahlen (PDF) seien zwar korrekt, sagt etwa Matthias Troyer von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, allerdings solle das Kleingedruckte berücksichtigt werden. Ein besser für die Simulation angepasster Algorithmus würde die um den Faktor 10^8 höhere Geschwindigkeit auf nur noch etwa die hundertfache Leistung verringern, und einige Berechnungen laufen auf einem traditionellen Rechner ebenso flott oder schneller.

  • D-Wave 2X (Bild: D-Wave)
  • D-Wave 2X (Bild: D-Wave)
  • D-Wave 2X (Bild: D-Wave)
D-Wave 2X (Bild: D-Wave)

Direkter Vergleich könnte anders ausgehen

Google selbst erklärt zudem, mit spezialisierten ASICs - also in Hardware verdrahteten Funktionen - sei es möglich, für einen ähnlichen Preis ein System zu bauen, das den D-Wave 2X schlägt. Die Kosten für das Quantum Annealing Device sollen bei 10 bis 15 Millionen US-Dollar liegen. Damit das System überhaupt funktioniert, muss die Temperatur nahe dem absoluten Nullpunkt liegen, es dürfen keinerlei Vibrationen auftreten und kein Licht scheinen.

Allerdings sagt Google auch, dass die Geschwindigkeit der Quantensysteme bald derart ansteigen werde, dass traditionelle Rechner ohnehin nicht mehr mithalten können. Ungeachtet dieser Prognose findet Scott Aaronson vom MIT, das aktuelle Experiment sei die bisher beeindruckendste Demonstration dessen, was der D-Wave 2X zu leisten imstande ist.

Das System wurde speziell zur Bearbeitung von Annealing-Algorithmen geschaffen und bedient sich dazu Quanten-Effekten. Dabei sind Probleme, die besonders viele Eingabevariable besitzen und deshalb klassisch nicht berechenbar sind. Aufgabe des Annealing-Algorithmus ist es, schnell eine befriedigende Lösung zu finden - aber nicht unbedingt die optimale.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,95€
  2. 1,29€
  3. 39,99€

Komischer_Phreak 11. Dez 2015

Da ist ein Missverständnis. Das ist *kein* Problem der Quanten-IT. Das ist ein...

silflow 10. Dez 2015

Dieses institut hat auch einen deutschen Namen: "Eidgenössische Technische Hochschule...


Folgen Sie uns
       


Golem.de ist Kratos - God of War (Live, keine Spoiler)

Die Handlung verraten wir nicht, trotzdem wollen wir das andersartige neue God of War besprechen. Zu diesem Zweck haben wir eine stellvertretende Mission herausgesucht, in der es nicht um die primäre Handlung geht. Ziel ist es, den Open-World-Ansatz zu zeigen, das Kampfsystem zu erklären und die Spielmechaniken zu verdeutlichen.

Golem.de ist Kratos - God of War (Live, keine Spoiler) Video aufrufen
Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Xiaoice und Zo Microsoft erforscht menschlicher wirkende Sprachchat-KIs
  2. Hyperschallgeschwindigkeit Projektil schießt sich durch den Boden
  3. Materialforschung Stanen - ein neues Wundermaterial?

HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

    •  /