Abo
  • Services:
Anzeige
D-Wave 2X
D-Wave 2X (Bild: D-Wave)

Quantum Annealing Device: Forscher äußern Zweifel an Googles Quantensystem

D-Wave 2X
D-Wave 2X (Bild: D-Wave)

Google preist den D-Wave 2X mit exorbitanten Zuwächsen verglichen mit klassischen Systemen an, genauer gesagt mit Faktor 10^8. Allerdings wurde das Quantum Annealing Device mit einem simulierten Singlecore unter Verwendung eines speziellen Algorithmus getestet.

In einem aktuellen Experiment mit einem Quantum Annealing Device, einem D-Wave 2X, spricht Google von einem Leistungszuwachs von 10^8, den das gemeinsam mit der Nasa betriebene System erreichen soll. Koryphäen äußern jedoch Kritik an den Messungen und bezeichnen sie als irreführend, denn: Der verwendete Algorithmus, Quantum Monte Carlo, wurde massiv für den D-Wave 2X optimiert und gegen einen simulierten Singlecore-Annealer gestellt.

Anzeige

Die vorgelegten Zahlen (PDF) seien zwar korrekt, sagt etwa Matthias Troyer von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, allerdings solle das Kleingedruckte berücksichtigt werden. Ein besser für die Simulation angepasster Algorithmus würde die um den Faktor 10^8 höhere Geschwindigkeit auf nur noch etwa die hundertfache Leistung verringern, und einige Berechnungen laufen auf einem traditionellen Rechner ebenso flott oder schneller.

  • D-Wave 2X (Bild: D-Wave)
  • D-Wave 2X (Bild: D-Wave)
  • D-Wave 2X (Bild: D-Wave)
D-Wave 2X (Bild: D-Wave)

Direkter Vergleich könnte anders ausgehen

Google selbst erklärt zudem, mit spezialisierten ASICs - also in Hardware verdrahteten Funktionen - sei es möglich, für einen ähnlichen Preis ein System zu bauen, das den D-Wave 2X schlägt. Die Kosten für das Quantum Annealing Device sollen bei 10 bis 15 Millionen US-Dollar liegen. Damit das System überhaupt funktioniert, muss die Temperatur nahe dem absoluten Nullpunkt liegen, es dürfen keinerlei Vibrationen auftreten und kein Licht scheinen.

Allerdings sagt Google auch, dass die Geschwindigkeit der Quantensysteme bald derart ansteigen werde, dass traditionelle Rechner ohnehin nicht mehr mithalten können. Ungeachtet dieser Prognose findet Scott Aaronson vom MIT, das aktuelle Experiment sei die bisher beeindruckendste Demonstration dessen, was der D-Wave 2X zu leisten imstande ist.

Das System wurde speziell zur Bearbeitung von Annealing-Algorithmen geschaffen und bedient sich dazu Quanten-Effekten. Dabei sind Probleme, die besonders viele Eingabevariable besitzen und deshalb klassisch nicht berechenbar sind. Aufgabe des Annealing-Algorithmus ist es, schnell eine befriedigende Lösung zu finden - aber nicht unbedingt die optimale.


eye home zur Startseite
Komischer_Phreak 11. Dez 2015

Da ist ein Missverständnis. Das ist *kein* Problem der Quanten-IT. Das ist ein...

silflow 10. Dez 2015

Dieses institut hat auch einen deutschen Namen: "Eidgenössische Technische Hochschule...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über 3C - Career Consulting Company GmbH, Raum Berlin
  2. Nestlé Deutschland AG, Ebersberg-Weiding
  3. operational services GmbH & Co. KG, Braunschweig, Berlin
  4. SIGMETA Informationsverarbeitung und Technik GmbH, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 14,99€
  2. 12,99€
  3. 6,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Microsoft kann Gewinn durch Cloud mehr als verdoppeln

  2. Mobilfunk

    Leistungsfähigkeit der 5G-Luftschnittstelle wird überschätzt

  3. Drogenhandel

    Weltweit größter Darknet-Marktplatz Alphabay ausgehoben

  4. Xcom-2-Erweiterung angespielt

    Untote und unbegrenzte Schussfreigabe

  5. Niantic

    Das erste legendäre Monster schlüpft demnächst in Pokémon Go

  6. Bundestrojaner

    BKA will bald Messengerdienste hacken können

  7. IETF

    DNS wird sicher, aber erst später

  8. Dokumentation zum Tor-Netzwerk

    Unaufgeregte Töne inmitten des Geschreis

  9. Patentklage

    Qualcomm will iPhone-Importstopp in Deutschland

  10. Telekom

    Wie viele Bundesfördermittel gehen ins Vectoring?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Neuer A8 vorgestellt: Audis Staupilot steckt noch im Zulassungsstau
Neuer A8 vorgestellt
Audis Staupilot steckt noch im Zulassungsstau
  1. Autonomes Fahren Audi lässt Kunden selbstfahrenden A7 testen
  2. Elektroauto Volkswagen ID soll deutlich weniger kosten als das Model 3
  3. MEMS Neue Chipfabrik in Dresden wird massiv subventioniert

Anker Powercore+ 26800 PD im Test: Die Powerbank für (fast) alles
Anker Powercore+ 26800 PD im Test
Die Powerbank für (fast) alles
  1. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel
  2. Toshiba Teures Thunderbolt-3-Dock mit VGA-Anschluss
  3. Anker Powercore+ 26800 PD Akkupack liefert Strom per Power Delivery über USB Typ C

Matebook X im Test: Huaweis erstes Ultrabook glänzt
Matebook X im Test
Huaweis erstes Ultrabook glänzt
  1. Huawei Neue Rack- und Bladeserver für Azure Stack vorgestellt
  2. Matebook X Huaweis erstes Notebook im Handel erhältlich
  3. Y6 (2017) und Y7 Huawei bringt zwei neue Einsteiger-Smartphones ab 180 Euro

  1. Re: Was geilen sich hier einige an Monopolen auf?

    Drag_and_Drop | 02:38

  2. Re: Wieso ist das ein Zeichen für den...

    AIM-9 Sidewinder | 02:01

  3. Re: Wer hängt sich die Stasi selber in...

    AIM-9 Sidewinder | 02:01

  4. Re: Dass SÜ funktioniert erklärt warum der...

    plutoniumsulfat | 01:51

  5. Nix Neues, wirklich

    cicero | 01:45


  1. 23:50

  2. 19:00

  3. 18:52

  4. 18:38

  5. 18:30

  6. 17:31

  7. 17:19

  8. 16:34


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel