Quantified Hasso: Smartphone-Anbindung für den Hund
Der Trend, sich selbst mit Elektronik zu vermessen, schwappt nun auch auf Haustiere über, deren Besitzer mit sensorgespickten Halsbändern mehr über die Aktivitäten ihrer Lieblinge erfahren können.
Der runde Whistle ist für Hunde gedacht und wird am Halsband befestigt. Ein Beschleunigungsmesser stellt fest, ob der Hund läuft, spielt oder schläft. Die Verbindung zum Smartphone des Tierhalters erfolgt per Bluetooth oder WLAN. Die Sensorkapsel ist wasserdicht und mit einem Akku ausgerüstet, der zehn Tage lang halten soll, bevor er wieder über USB aufgeladen werden muss. Whistle misst 38 x 10 mm und wiegt 16 Gramm.
Eine dazugehörige iOS-App wertet die Aktivitäten aus und stellt sie im zeitlichen Verlauf dar. Eine Android-App soll folgen. Die Charts können auch an den Tierarzt geschickt werden. Eine Exportfunktion ist in der App genauso enthalten wie eine Alarmfunktion, die beim Unter- oder Überschreiten von Werten einen Hinweis ausgibt. Auch der Vergleich mit ähnlichen Hunden im gleichen Alter und Gewicht ist mit Hilfe der App möglich. Wer will, kann für sein Tier einen Fitnessplan ausarbeiten, um zum Beispiel das Übergewicht zu reduzieren.
Das Unternehmen, das den Whistle(öffnet im neuen Fenster) entwickelt hat, konnte jüngst eine Finanzierungsrunde mit 6 Millionen US-Dollar abschließen. Hauptinvestor ist DMC Ventures, an dem unter anderem Jason Krikorian(öffnet im neuen Fenster) beteiligt ist, der Mitgründer des Unternehmens ist, das die Slingbox entwickelte. Krikorian gründete zusammen mit seinem Bruder Blake im Jahr 2004 Sling Media. Das Unternehmen stellte mit der Slingbox eine Set-Top-Box für ortsunabhängiges Fernsehen vor. 2007 wurde es an den Satellitenbetreiber Echostar verkauft.
"Es gibt mehr Hunde als Kinder in den USA und jährlich werden über 50 Milliarden US-Dollar für Haustiere ausgegeben", so Krikorian. "Eine Serie von intelligenten Geräten in diesem Markt anzubieten, birgt herausragende Chancen für Geschäfte."
Whistle(öffnet im neuen Fenster) befindet sich noch im Betatest und wird wissenschaftlich von der Uni Pennsylvania betreut, die die Daten von Hundebesitzern für eine Langzeitstudie sammeln will. Das Fitbit für Hunde soll rund 100 US-Dollar kosten. Das Gehäuse kann für 20 weitere Dollar mit einer Gravur für Hundename und Telefonnnummer versehen werden.