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IBM sagt: Das Beste kommt erst noch

Weitere Verbesserungen der Technik werden mehr Rechenschritte im Quantencomputer möglich machen oder die Begrenzung vielleicht ganz aufheben. Dafür werden Fehlerkorrekturalgorithmen für Quantencomputer benötigt, die bereits entwickelt wurden. Aber zurzeit sind die Qubits selbst noch zu fehleranfällig, um diese Fehlerkorrektur effektiv anwenden zu können. In den vergangenen Jahren wurden sie indes immer stabiler, und die Manipulation von Qubits ist immer zuverlässiger, so dass auch dieses Problem in Zukunft lösbar sein sollte.

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Die IBM-Mitarbeiter sagen auch nicht, dass Quantencomputer keinen Vorteil böten - schließlich arbeiten sie selbst an der Technik. Aber sie kritisieren die Bezeichnung der Quantenüberlegenheit, denn Sycamore ist einem klassischen Computer keineswegs überlegen. Die demonstrierte Rechnung hat keine praktische Anwendung und wurde ausgewählt, um die Schwächen von Sycamore zu umgehen und gleichzeitig Schwächen klassischer Computer auszunutzen.

Bis Quantencomputer eine ernsthafte Anwendungen fänden, sei noch viel Arbeit zu leisten, heißt es. Vielleicht in Anspielung auf ein Lied von Frank Sinatra schloss der Blogeintrag von IBM mit: "The best is yet to come" - das Beste kommt erst noch.

Schon mit 73 Qubits dauert es wirklich 10.000 Jahre

Doch nicht nur IBM diskutiert die Veröffentlichung zu Sycamore. In seinem Quantencomputer-Blog weist etwa Scott Aaronson darauf hin, dass Google extra für die Demonstration das beim Vorgänger von Sycamore verwendete Controlled-Z-Gate durch das schwerer zu simulierende iSWAP Gate ersetzt habe, obwohl das iSWAP-Gate keinerlei Vorteile für echte Berechnungen in einem Quantencomputer biete. Wahrscheinlich diente diese Modifikation nur dazu, den Aufwand für den klassischen Computer zu erhöhen.

Allerdings stellt auch Aaronson klar, dass die Überlegenheit von Quantencomputern in einigen Berechnungen kaum mehr angezweifelt werden könne. Jedes zusätzliche Qubit verdoppelt den Aufwand der Simulation. Wenn sich eine Rechnung für 53 Qubits in 2,5 Tagen mit 80 Petabyte Festplattenplatz durchführen lässt, dann benötigt der Summit Supercomputer schon für die Simulation von 73 Qubits tatsächlich die behaupteten 10.000 Jahre - und auch das natürlich nur, wenn sich die notwendigen 80 Zettabyte an Festplattenplatz auftreiben ließen. Entsprechend große Chips dürften sich bei Google und IBM bereits in der Entwicklung befinden.

Aaronson sieht aber einen großen Vorteil in der Verbesserung der Simulation: Sie kann tatsächlich durchgeführt werden. Das Ergebnis des Quantencomputers kann überprüft werden, obwohl sich dessen Konstrukteure sicher waren, dass das Ergebnis niemals mit einem normalen Computer überprüft werden könnte. Das wird nicht nur einige Zweifler überzeugen, es ist auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Quantencomputern, die nicht nur zufällig ausgewählte, sondern gezielte Rechnungen mit Präzision durchführen können.

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 Quantencomputer: 10.000 Jahre bei Google sind 2,5 Tage bei IBM
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Anonymer Nutzer 28. Okt 2019

Jahrzehnte, da du nen verdammt teuren Entmischungskryostaten zum Betrieb brauchst. Au...

A. Tomic 26. Okt 2019

Die Löschung eines Bits ist physikalisch prinzipiell unmöglich, da die physikalischen...

zacax 25. Okt 2019

Wie gesagt, nachvollziehen kann das ja keiner.

zacax 25. Okt 2019

Ja jeder erzählt leider was anderes, kann man denen denn glauben?

ashahaghdsa 24. Okt 2019

... Also mit ner guten Heuristik ist A* O(n). Ob es eine kompatible Heuristik fürs...


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