Qualitätsstudie 2013: Bundesnetzagentur startet zweite Studie zur echten Datenrate
Die Bundesnetzagentur hat am 24. Juli 2013 eine neue bundesweite Messkampagne(öffnet im neuen Fenster) gestartet(öffnet im neuen Fenster), bei der Internetnutzer die Geschwindigkeit ihres Breitbandanschlusses überprüfen können. Die Ergebnisse der Messungen sind für die zweite Studie zur Dienstequalität von Internetzugängen in Deutschland vorgesehen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bundesnetzagentur eine solche Kampagne durchgeführt und die Ergebnisse im April 2013 veröffentlicht.
Das Ergebnis der ersten Studie: Nicht einmal jeder fünfte Internetnutzer (19,5 Prozent) hat die vertraglich vereinbarte "Bis zu"-Bandbreite auch tatsächlich gemessen. Knapp 69,2 Prozent erreichten nur die Hälfte der versprochenen Obergrenze. Der Studie liege mit knapp einer viertel Million ausgewerteter Messungen eine äußerst umfangreiche Datenbasis zugrunde, so der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann.
Die neue Studie soll nun "Rückschlüsse auf mögliche Verbesserungen seit dem vergangenen Jahr liefern." Messungen erfolgen über eine deutschlandweite Messplattform, und über eine Software, die Endkunden über das Internet nutzen.
Das Bundeswirtschaftsministerium wollte sich dafür einsetzen, dass Internetprovider die zugesagten Datenübertragungsraten auch einhalten oder die Werbeaussagen anpassen.
"Die Unternehmen stehen nun in der Pflicht, die Versorgung ihrer Kunden ihren vertraglichen Zusagen entsprechend zu verbessern oder zumindest im Vertrag deutlich zu machen, welche Bandbreiten tatsächlich erreicht werden können", erklärte das Ministerium. Falls erforderlich, könne die Bundesnetzagentur wie im Telekommunikationsgesetz vorgesehen "Mindestanforderungen an die Dienstequalität auch verbindlich festlegen. Das Bundeswirtschaftsministerium wird sich für den effizienten Einsatz dieser Mittel starkmachen."
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