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Qualcommm: Schnelle WiFi-6E-Chips für Router und Smartphones

Bis zu 10,8 GBit/s im Downstream per 6-GHz-Band: Qualcomms WiFi-6E -Bausteine erreichen hohe Geschwindigkeiten.
/ Marc Sauter
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WiFi-6E-Chips für Router und Smartphones (Bild: Qualcomm)
WiFi-6E-Chips für Router und Smartphones Bild: Qualcomm

Qualcomm hat die ersten eigenen WiFi-6E-Designs vorgestellt, sie funken nach 802.11ax-Standard im 6-GHz-Band. Die Chips eignen sich für Access-Points, Router und Repeater sowie für Client-Geräte wie Smartphones. Qualcomm unterscheidet daher zwischen vier Networking Pro x10(öffnet im neuen Fenster) und den beiden Fastconnect 6900/6700(öffnet im neuen Fenster) genannten Bausteinen.

Die Networking Pro unterteilen sich in den 610, den 810, den 1210 und den 1610. Die Diversifizierung findet über die Anzahl der maximalen MIMO-Streams bei 2,4 GHz sowie 5 GHz und eben 6 GHz statt: Der Networking Pro 610 schafft bis zu 5,4 GBit/s, der Networking Pro 810 bis zu 6,6 GBit/s, der Networking Pro 1210 bis zu 8,4 GBit/s und der Networking Pro 160 bis zu 10,8 GBit/s. Alle nutzen bis zu sieben 160-MHz-Kanäle, alternativ 80 MHz (14), 40 MHz (29) oder 20 MHz (60).

Für den Betrieb in Smartphones sieht Qualcomm zwei Gegenstücke mit 14-nm-Herstellungsverfahren vor: Der Fastconnect 6900 erreicht 3,6 GBit/s per 2x2 MIMO und 4096-QAM, der Fastconnect 6700 ist mit 3 GBit/s ein bisschen langsamer. Die beiden WiFi-6E-Chips integrieren überdies Bluetooth 5.2 und Bluetooth LE Audio sowie Qualcomms Aptx-Audio. Per Bluetooth LE Audio sind parallele Audioströme auf mehreren Bluetooth-Geräten möglich, zudem gibt es eine Broadcast-Funktion. Zudem ist BLE lizenzfrei.

Schon vor Qualcomm stellte Broadcom den BCM4389 für Smartphones vor: Der WiFi-6E-Chip erreicht allerdings nur bis zu 2,63 GBit/s. Ohnehin ist die Technik bisher in Europa noch nicht einsatzfähig, da der 1.200-MHz-Frequenzbereich zwischen 5.925 MHz und 7.125 MHz für WiFi6E bisher keine Freigabe erhielt. In den USA gibt es diese seit dem 27. April 2020 , hierzulande wahrscheinlich erst nächstes Jahr. Hinzu kommt, dass der Frequenzbereich mit 500 MHz (5.925 MHz bis 6.425 MHz) deutlich enger ausfällt.


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