Abo
  • Services:

Qualcomm: Spracherkennung auf dem Gerät kommt ohne Cloud aus

Mit Hilfe von zwei neuronalen Netzen will Qualcomm ein Spracherkennungssystem entwickeln, das lokal auf dem Gerät und ohne Internetanbindung funktioniert. Trotzdem soll es zu 95 Prozent genau sein. Das Ziel: Hardware zu bauen, die sich an das Verhalten der Nutzer anpasst.

Artikel veröffentlicht am ,
Qualcomm entwickelt eine auf dem Gerät arbeitende Spracherkennung.
Qualcomm entwickelt eine auf dem Gerät arbeitende Spracherkennung. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Auf der Messe Deep Learning Summit in Boston hat Qualcomm sein Machine-Learning-System für Spracherkennung vorgestellt, das auf Endgeräten ohne Cloud-Anbindung funktioniert. Das ist insofern ungewöhnlich, als Kapazitäten dafür meist in einer wesentlich leistungsfähigeren Cloud-Infrastruktur liegen. Dort werden gesprochene Wörter anhand von Deep Learning analysiert und eine passende Antwort zurückgesendet.

Stellenmarkt
  1. Waldorf Frommer Rechtsanwälte, München
  2. PARI Pharma GmbH, Gräfelfing

Das System besteht aus zwei neuronalen Netzen, wie das IT-Magazin Venturebeat berichtet. Dazu zählt ein Recurrent Neural Network (RNN), das selbst wiederum aus einem neuronalen Netz und einem zweiten prüfenden neuronalen Netz besteht. Die zweite Komponente ist ein herkömmliches neuronales Netz.

95 Prozent Genauigkeit

Qualcomm-Forscher Chris Lott sagte auf der Messe, dass das System bisher zu 95 Prozent genau sei. Allerdings gibt er nicht an, wie viele Trainingsdaten dafür zur Verfügung standen. Es wird dazu verwendet, Wörter und Sätze der Nutzer zu verstehen und in Befehle oder Text umzuwandeln. Lott sagte gegenüber Venturebeat auch: "Es lernt aus Mustern und der Nutzung des Gerätes. Es kann sein Verhalten dem Verhalten der Besitzer anpassen". Wie genau das funktionieren soll, sagte er aber nicht. Es ist wahrscheinlich, dass Qualcomm speziell dafür ausgelegte ARM-Chips entwickelt. Der chinesische Smartphonehersteller Huawei nutzt etwa einen dedizierten KI-Chip für Berechnungen.

Die Unabhängigkeit von der Cloud und damit von einem Unternehmen, das persönliche Daten wie Stimmmuster, Fotos oder andere Daten über die Nutzer sammelt, ist mit Sicherheit ein großer Vorteil einer lokal arbeitenden KI. Ein Nachteil: Die Menge an Daten, die neuronalen Netzen zur Verfügung steht, ist limitiert, so dass diese wohl nicht so genau wie das cloudbasierte Pendant arbeiten.



Anzeige
Hardware-Angebote

cahya 29. Mai 2018

Ja, ich habe DeepSpeech von Mozilla ausprobiert, nur meine Wörter kann sie nicht so gut...

Michael0712 29. Mai 2018

Das Problem dabei ist, dass die KI noch zu blöd ist.. "Hans Müller mobil anrufen...


Folgen Sie uns
       


Far Cry New Dawn - Test

Far Cry New Dawn ist eine wesentlich rundere und damit spaßigere Version von Far Cry 5 - wenn man über den Ingame-Shop hinwegsieht.

Far Cry New Dawn - Test Video aufrufen
IT-Jobporträt Spieleprogrammierer: Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben
IT-Jobporträt Spieleprogrammierer
"Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"

Wenn man im Game durch die weite Steppe reitet, auf Renaissance-Hausdächern kämpft oder stundenlang Rätsel löst, fragt man sich manchmal, wer das alles in Code geschrieben hat. Ein Spieleprogrammierer von Ubisoft sagt: Wer in dem Traumjob arbeiten will, braucht vor allem Geduld.
Von Maja Hoock

  1. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
  2. Softwareentwicklung Agiles Arbeiten - ein Fallbeispiel
  3. IT-Jobs Ein Jahr als Freelancer

Ottobock: Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert
Ottobock
Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert

Es verleiht zwar keine Superkräfte. Bei der Arbeit in unbequemer Haltung zum Beispiel mit dem Akkuschrauber unterstützt das Exoskelett Paexo von Ottobock aber gut, wie wir herausgefunden haben. Exoskelette mit aktiver Unterstützung sind in der Entwicklung.
Ein Erfahrungsbericht von Werner Pluta


    Radeon VII im Test: Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber
    Radeon VII im Test
    Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber

    Höherer Preis, ähnliche Performance und doppelt so viel Videospeicher wie die Geforce RTX 2080: AMDs Radeon VII ist eine primär technisch spannende Grafikkarte. Bei Energie-Effizienz und Lautheit bleibt sie chancenlos, die 16 GByte Videospeicher sind eher ein Nischen-Bonus.
    Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Grafikkarte UEFI-Firmware lässt Radeon VII schneller booten
    2. AMD Radeon VII tritt mit PCIe Gen3 und geringer DP-Rate an
    3. Radeon Instinct MI60 AMD hat erste Grafikkarte mit 7 nm und PCIe 4.0

      •  /