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Die Krait-Kerne sind nach einer Giftnattern-Gattung benannt.
Die Krait-Kerne sind nach einer Giftnattern-Gattung benannt. (Bild: Qualcomm)

Qualcomm Snapdragon: "Wir entwickeln auch zukünftig Krait-Kerne"

Die Krait-Kerne sind nach einer Giftnattern-Gattung benannt.
Die Krait-Kerne sind nach einer Giftnattern-Gattung benannt. (Bild: Qualcomm)

Bisher hat Qualcomm nur 64-Bit-SoCs auf Basis der Cortex-Kerne A57 und A53 angekündigt, in Zukunft soll es aber auch selbst entwickelte Krait-Kerne für die Snapdragons geben.

"Krait-Kerne sind nach wie vor eine wichtige Säule für unsere Snapdragons", sagte Qualcomms Marketing-Direktor Georg Schweighofer Golem.de und betonte: "Wir haben in der Vergangenheit schon immer einen Produktmix aus Standard-ARM und selbst entwickelten Kernen angeboten." Die für 2014 und 2015 angekündigten Snapdragons 810 (acht Kerne via big.LITTLE), 615 (acht Kerne), 808 und 610 (je sechs Kerne) sowie 410 (vier Kerne) seien daher nicht ungewöhnlich.

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Diese SoCs nutzen die Cortex-Kerne A57 und A53, die auf der 64-Bit-Architektur ARMv8 basieren. Der letzte 32-Bit-Snapdragon, der 805, verwendet vier Krait-450-Kerne mit ARMv7-Architektur. "Es ist eine Entscheidung zugunsten von Time to Market, es bedeutet keine Abkehr von unseren eigenen Mikroarchitekturen", betonte Schweighofer.

Auch verweist er auf die bisher noch nicht verfügbaren 64-Bit-Betriebssysteme Android und Windows Phone. Die bisherigen Erfahrungen mit selbst entwickelten Kernen und den Standard-ARMv8-Snapdragons würde es Qualcomm zudem erleichtern, eine 64-Bit-Mikroarchitektur zu entwerfen. ARM vergibt eine Lizenz, Kerne wie den A57 verbauen zu dürfen und eine, die es den Herstellen gestattet, eigene Kerne zu entwickeln.

Die bisher angekündigten Snapdragons mit Cortex A57 und A53 werden im 20-Nanometer-Verfahren gefertigt, was die Möglichkeit bietet, bis zu acht Kerne zu verbauen. Wichtiger als eine reine Anzahl an Recheneinheiten ist für Qualcomm die hohe Integration: "Wir haben das Know-how im Haus und können es optimal verzahnen", sagte Schweighofer mit Blick auf die Adreno-GPUs, Fixed-Function-Units und Funkmodems.

Ein SoC mit allen Bestandteilen aus eigener Entwicklung bauen zu können, würde Platz und Energie sparen und ermögliche so günstigere Plattformen für Hersteller wie Nokia, in deren Lumias nur Snapdragons verbaut sind. Ein Aspekt ist zudem der Speichercontroller, der beim Snapdragon 810 erstmals Low-Power-DDR4-Speicher unterstützt.

"Für uns ist es wichtig, den Kunden die größtmögliche Flexibilität zu geben", erklärte Schweighofer. "Bei einem High-End-Chip mit neuester Technologie muss daher auch das Speicherinterface topaktuell sein." Geräte mit LP-DDR4 und Snapdragon 810 erwartet der Qualcomm-Manager für das erste Halbjahr 2015.

Bei der Frage, ob zukünftig die GPU eine immer bedeutendere Rolle in SoCs spielen wird, verweist Schweighofer auf ein balanciertes Design: "Wir setzen nicht auf einzelne Funktionsblöcke. Eine schnelle Grafikeinheit oder ein flotter Prozessor mit einem langsamen Modem bietet kein tolles Internet-Erlebnis, beispielsweise beim Surfen oder Videostreaming."


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