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Qualcomm Sense ID: 3D-Fingerabdruckleser für Handys arbeitet mit Ultraschall

MWC 2015
Qualcomm verspricht, Fingerabdrücke sicherer und zuverlässiger zu machen. Mit einem Ultraschallscanner im Smartphone soll ein schwer zu fälschendes Abbild des Fingers möglich werden.
/ Andreas Sebayang
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Qualcomms Konkurrenz für Touch ID heißt Sense ID. (Bild: Qualcomm)
Qualcomms Konkurrenz für Touch ID heißt Sense ID. Bild: Qualcomm

Qualcomm will eine neue Lösung für die biometrische Authentifizierung im Smartphone anbieten. Sense ID(öffnet im neuen Fenster) ist von der oberflächlichen Funktionsweise einem Fingerabdruckscanner ähnlich. Er soll aber dank Ultraschall selbst dann noch funktionieren, wenn sich Flüssigkeiten wie etwa Schweiß oder Handcreme auf dem Finger befinden. Mit dem Ultraschallscanner blickt der Scanner auf mehr als nur den reinen äußerlichen Fingerabdruck, der als vermeintlich unüberwindbare Sicherheitstechnik eingesetzt wird. Der Sensor sieht zudem auch Schweißporen sowie Tiefeninformationen und nutzt diese als Merkmal für eine Authentifizierung. Deswegen nennt Qualcomm die Technik auch einen 3D-Fingerabdruckscan.

Qualcomm Sense ID – Herstellervideo
Qualcomm Sense ID – Herstellervideo (01:30)

Qualcomm verspricht, dass die Technik nur sehr schwer zu überwinden ist. Absolute Sicherheit verspricht Qualcomm aber vorsichtshalber nicht. In der Theorie sollten sich abfotografierte Fingerabdrücke nicht zur Überwindung des Systems nutzen lassen, da ein Foto nur die Oberfläche des Fingers abbildet.

Üblichen Fingerabdrucklesern, auch in professionellen Umgebungen, sollte Qualcomms Sense ID deswegen überlegen sein. Die herkömmliche Technik ist schon lange nicht mehr sicher und selbst Apples hochauflösender Fingerabdruckleser wurde in sehr kurzer Zeit mit geringem Aufwand überwunden.

Bei der Integration von Sense ID muss ein Hersteller weniger Rücksicht auf das Gerätedesign nehmen. Der Scanner kann beispielsweise auch durch das Schutzglas eines Smartphones scannen. Auch hinter einer Stahl-, Aluminium- oder Plastikabdeckung könnte der Scanner versteckt werden.

Voraussetzung für Sense ID ist ein Gerät, das auf einer Qualcomm-Plattform aufbaut. Die ersten Geräte sollen im zweiten Halbjahr 2015 erscheinen.


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