Qualcomm-Kauf: Broadcoms Angebot von 146 Milliarden ist noch zu wenig

Es könnte ein historischer Deal werden: Broadcom erhöht sein Angebot zum Kauf von Qualcomm auf 146 Milliarden US-Dollar. Trotzdem scheint das nicht genug zu sein. Broadcom vergesse bei dem Angebot den Wert, der durch den Kauf von NXP hinzugekommen sei, so der Übernahmekandidat.

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Broadcom will Qualcomm kaufen.
Broadcom will Qualcomm kaufen. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

146 Milliarden US-Dollar will der US-amerikanische Chiphersteller für den Mitbewerber Qualcomm bezahlen. Das ist eine nochmalige Erhöhung des Angebots vom 5. Februar - um 26 Milliarden US-Dollar. Das Problem: Qualcomm will zu diesen Konditionen trotzdem nicht auf das Geschäft eingehen. In einer Stellungnahme schreibt Qualcomm-Vorstandschef Paul E. Jacobs: "Ihr Angebot unterbewertet den Materialwert von Qualcomm." Allerdings sei das Unternehmen bereit, sich erneut an einen Tisch mit dem Verhandlungspartner zu setzen.

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Der Kaufpreis pro Anteil teilt sich laut Broadcoms Angebot in 60 US-Dollar in bar und zusätzlich 22 US-Dollar als Anteil in Broadcom-Aktien - insgesamt 82 US-Dollar pro Anteil. Broadcoms CEO Hock Tan sei ebenfalls bereit, sich noch einmal zu treffen. Allerdings sei das Angebot des Herstellers final. Beide Unternehmen beziehen sich in ihren Stellungnahmen dabei auch auf die Interessen ihrer jeweiligen Aktieninhaber.

Der Wert von NXP ist nicht mit einberechnet

Der Grund für die Ablehnung des Preises ist laut Qualcomm ein zu hohes Risiko einer fehlschlagenden Transaktion. Außerdem rechne der Wert von 146 Milliarden US-Dollar nicht den Nutzen mit ein, die Qualcomm sich durch den Kauf des Chipherstellers NXP erhofft. Zudem betragen die Schulden des Unternehmens laut dem Investmentportal Morningstar 22,8 Milliarden US-Dollar - teilweise sind diese durch den Kauf von NXP entstanden.

Sollte der Qualcomm-Kauf für 146 Milliarden US-Dollar wirklich ablaufen, wäre das eine der größten Übernahmen der IT-Branche. Zum Vergleich: Microsofts Kauf des Jobnetzwerkes Linkedin kostete 26,2 Milliarden US-Dollar. Dell bezahlte für die Akquise des Unternehmens EMC 67 Millarden US-Dollar - damals der größte IT-Deal. Es klingt allerdings momentan danach, dass Qualcomm so schnell nicht gekauft wird, zumindest nicht zu diesem Preis.

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