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Qualcomm: Gigabit-Mobilfunk und -Smartphones kommen früher

Der Chiphersteller Qualcomm, der die Modems für 5G-Smartphones entwickelt, geht von einem früheren Start von 5G aus. Anfang 2019 soll es soweit sein.
/ Achim Sawall
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Snapdragon X50 (Bild: Qualcomm)
Snapdragon X50 Bild: Qualcomm

Der LTE-Nachfolger 5G dürfte schon ein Jahr früher verfügbar sein. Das sagte Cristiano Amon, Executive Vice President bei Qualcomm Technologies, im Gespräch mit dem Onlinemagazin Mobile World Live(öffnet im neuen Fenster). Grund seien Fortschritte bei der Standardisierung, verfügbare Frequenzen unterhalb von 6 GHz und im Millimeterwellenbereich, Fortschritte bei der Entwicklung des X50-Chipsatzes von Qualcomm und eine Zunahme von 5G-Feldtests der Netzbetreiber.

Snapdragon X50 Modem
Snapdragon X50 Modem (00:44)

"Dies wird alles dazu führen, dass die Branche die Reife erhält, mit kommerziellen Diensten Anfang des Jahres 2019 zu starten – das ist ein ganzes Jahr früher", sagt Amon. Dies könnte den Branchentreff Mobile World Congress 2019 (MWC) im März prägen. "Vielleicht wird dies das wichtigste Event auf dem MWC 2019: kommerzielle verfügbare Marken-Smartphones mit 5G-Technologie." Amon ist überzeugt, dass 5G bereits Anfang 2019 "ohne Zweifel" kommerziell angeboten werden könne. Die Branche und Regierungen gehen bisher von kommerziellen 5G-Netzen frühestens ab dem Jahr 2020 aus.

5G-Modem Snapdragon X50

Qualcomm hatte einen Prototyp des 5G-Modems Snapdragon X50 Anfang September auf dem MWC Americas vorgestellt. Das erste 5G-Modem des Herstellers soll eine Datenrate von bis zu 5 GBit pro Sekunde im Downstream erreichen. Das Modem arbeitet im 28-GHz-mm-Wave-Spektrum und aggregiert acht Carrier mit je 100 MHz. Im Oktober 2016 musste das Snapdragon X50 mit zwei SDR051-Transceiver, einem PMX50-PMIC und einem 4G-Modem kombiniert werden um Anrufe und einen Upstream zu ermöglichen.

5G soll für den Endkunden mindestens eine Datenübertragungsrate von 100 MBit/s überall im Netzwerk bringen. Der neue Mobilfunkstandard kommt bis zum Jahr 2020 und soll 10 GBit/s, bei einigen Anwendungen sogar 20 GBit/s, eine sehr niedrige Latenzzeit von weniger als 1 Millisekunde und eine hohe Verfügbarkeit erreichen.


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