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Qualcomm: Der Snapdragon XR1 ist ein dedizierter Headset-Chip

Für bezahlbare und drahtlose Headsets: Der Snapdragon XR1 ist ein System-on-a-Chip für Augmented Reality, Mixed Reality, Virtual Reality oder kurz XR. Allzu viel zur Technik verrät Qualcomm aber bisher nicht.
/ Marc Sauter
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Snapdragon XR1 (Bild: Qualcomm)
Snapdragon XR1 Bild: Qualcomm

Qualcomm hat den Snapdragon XR1 vorgestellt, einen für XR-Headsets ausgelegten Chip. Dem Hersteller geht es bei der Ankündigung um die Eigenschaften der Plattform und was damit umsetzbar ist, weniger um technische Details des SoCs. Daher sagt Qualcomm auch nur, dass Kryo-Kerne und eine Adreno-Grafikeinheit verbaut sind und Snapdragon XR1 weniger Leistung aufweist als der Snapdragon 845 – dafür ist der Neue günstiger.

Das ist wichtig, denn die meisten bisherigen VR-Headsets etwa sind vergleichsweise teuer. Erst Modelle wie Facebooks Oculus Go (Test) für 220 Euro oder das in China erhältliche HTC Vive Focus weisen einen so niedrigen Preispunkt bei guter Nutzererfahrung auf. Der Snapdragon XR1 ist für Augmented Reality, Mixed Reality, Virtual Reality oder kurz Extented Reality gedacht – er integriert daher vielfältige Funktionen.

Oculus Go – Test
Oculus Go – Test (01:05)

Verknappt ausgedrückt scheint es sich um einen optimierten Snapdragon 820/821-Nachfolger zu handeln, ein SoC ohne Modem. Wichtige Eigenschaften sind die Unterstützung von OLED-Panels mit höher Auflösung, die Wiedergabe von 4K-Inhalten mit 60 fps, dreidimensionaler HRTF-Sound, eine Spracheingabe, der Support für Positional Tracking für das Headset und von 3DoF/6DoF für den Controller. Mit dabei ist auch künstliche Intelligenz, so nennt Qualcomm zumindest die auf CPU, DSP und GPU laufenden Algoritmen, die helfen sollen Objekte zu erkennen oder Bewegungen vorherzusehen.

Der Snapdragon XR1 wird per XR-SDK angesprochen. Partner wie HTC, Meta, Pico und Vuzix haben bereits erste Muster des Systems-on-a-Chip und arbeiten an passenden Brillen für Extented Reality oder Head-mounted Displays für Virtual Reality. Einige davon sollen noch 2018 erscheinen.


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