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Dedizierte AI-Hardware

Dank der 7-nm-Fertigung und der Änderungen an der Architektur ist der Snapdragon 855 effizienter und sparsamer als der Snapdragon 845, was in einer längeren Akkulaufzeit resultiert. Qualcomm demonstrierte dies anhand von zwei Demos mit vier Geräten mit gleichen Displays und 3.000-mAh-Akkus: In einer wurde ein Video auf Instragram hochgeladen, in der anderen lief PUBG Mobile. In beiden Fällen benötige das SD855-Smartphone mindestens ein halbes Watt weniger, was locker eine Stunde mehr bedeutet.

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Ähnlich wie Apple mit dem A12 Bionic und Huawei mit dem Kirin 980 hat auch Qualcomm erstmals dedizierte Hardware für künstliche Intelligenz, sprich Inferencing lokal auf dem Smartphone, integriert. Genau genommen wurde der DSP signifikant erweitert: Es sind doppelt so viele Vektor-Einheiten im Hexagon 690 vorhanden, zudem spricht die DSP-Steuerlogik noch eine unabhängig arbeitende Tensor-Einheit an. Die beherrscht INT16 und INT8 sowie Mixed-Modi. Je nach Workload helfen der reguläre DSP, die CPU-Kerne oder die Grafikeinheit mit - generell soll der Snapdragon 855 die dreifache Performance des Snapdragon 845 erreichen. Ein schönes Beispiel ist eine Offline-Version von Google Lens zur Texterfassung, bisher war hier eine Cloud-Anbindung notwendig.

  • Qualcomms Snapdragon 855 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Die integrierte Adreno-640-Grafikeinheit ist deutlich flotter als bisher. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Weil im Chip dedizierte AI-Hardware steckt, klappt Google Lens nun teilweise lokal. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • HDR-Gaming kommt auf das Smartphone. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • PUGB Mobile auf dem SD845 und auf dem SD855 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Das neue SoC ist deutlich sparsamer, gemessen wird hier die Leistungsaufnahme des Smartphones. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Instagram auf dem SD845 und auf dem SD855 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Das neue SoC ist deutlich sparsamer, gemessen wird hier die Leistungsaufnahme des Smartphones. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Weil im Chip dedizierte AI-Hardware steckt, klappt Google Lens nun teilweise lokal. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Wie üblich bei solchen Veranstaltungen nannte Qualcomm die Konkurrenz nicht beim Namen, sondern nur verklausuliert: So scherzte Keith Kressin, Senior VP Snapdragon, dass der SD855 doppelt so schnell sei wie der andere 7-nm-Android-Chip und auch flotter als der andere 7-nm-nicht-Android-Chip. Danach wurde er wieder ernst und betonte, dass dies wie üblich für bestimmte Anwendungen gelte, denn die theoretische Leistung von über 7 Teraops ist schlicht bedingt aussagekräftig. Apple etwa hatte beim A12 mit sechsfacher Geschwindigkeit geworben, dabei aber unterschlagen, dass mit niedriger Präzision gerechnet wurde, was nicht immer sinnvoll ist.

Auch Kunden werden zumeist nicht namentlich erwähnt, sofern sie anders als Oneplus keine eigene Rede halten. So unterstützt der Snapdragon 855 neben 4K-Aufnahmen mit 60 Hz und Dolby Vision auch solche mit HDR10+, einem Standard, der primär von Samsung eingesetzt wird. Generell kann der Chip 4K60 mit H.264/H.265 und VP encodieren sowie decodieren, allerdings kein AV1. Ebenfalls neu ist 8K für 360-Grad-Videos, welche Unmengen an UFS-3.0-Speicherplatz benötigen. Der Bildprozessor, der Spectra 380, weist überdies erstmals drei Computer-Vision-Cores auf. Die können in Echtzeit eine (zumindest in der Demo eher hässliche) Bokeh-Tiefenunschärfe in Videos rechnen oder per Objekterkennung gleich ganze Hintergründe austauschen. Auch ein Stillleben mit davonfliegenden Seifenblasen ist möglich - sehr cool.

Für Fotos werden optional HEIF (High Efficiency Image Files) genutzt, welche seit Android 9 integriert sind und von Apple seit MacOS High Sierra und von Microsoft seit Windows 10 v1803 schon länger unterstützt werden. HEIF ist ein Container-Format, das Einzelbilder oder Bildsequenzen enthalten kann, die üblicherweise mit H.265 codiert werden. Das Format stammt vom MPEG-Konsortium, das auch für HEVC verantwortlich ist, und soll deutlich besser komprimieren als das bisher genutzte JPEG-Format.

Weitere Änderungen sind unter anderem die Unterstützung des 3D-Sonic-Sensors unter einem OLED-Panel für Fingerabdrücke, welcher sicherer sein soll als bisherige optische 2D-Scanner, da er auch die Blutzirkulation erfasst. Wir jedenfalls sind gespannt, welche Funktionen des Snapdragon 855 von Herstellern wie Oneplus und Samsung in den jeweiligen Smartphones umgesetzt werden - der Chip weist zumindest in nahezu allen Bereichen eine Verbesserung vom Vorgänger auf.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Qualcomm am Snapdragon Tech Summit auf Maui teilgenommen, die Reisekosten wurden anteilig von Qualcomm bezahlt. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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 Qualcomm: Das kann der Snapdragon 855
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notnagel 04. Feb 2019

Ich habe da so eine Idee, man könnte das an einem kleinen batteriebetriebenen...

ms (Golem.de) 16. Dez 2018

In Europa den Exynos 9820, in den USA aber Snapdragon 855.

ms (Golem.de) 07. Dez 2018

Ich bemühe mich zumeist, das deutsche Äquivalent zu nutzen oder den englischen Begriff zu...

headegg 07. Dez 2018

Soweit ich das bis jetzt herausgefunden habe ist aktuell der schnellste den man bekommen...

fabische 07. Dez 2018

Spaßbremse...


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