Qualcomm-Ausblick: Wie die 5G-Entwicklung bis 2021 aussehen wird

Innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre wollen Provider weltweit ihre 5G-Netze ausbauen. Dabei entstehen Sub-6-GHz- und mmWave-Basisstationen parallel, was mit einigen Smartphonechips problematisch ist.

Artikel veröffentlicht am ,
5G wird weltweit ausgerollt.
5G wird weltweit ausgerollt. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Die ersten 5G-Basisstationen stehen längst, auch passende Smartphonechips und Endgeräte sowie Verträge sind mittlerweile im Handel verfügbar. Noch steht der weltweite Ausbau von 5G als Nachfolger von LTE zwar noch am Anfang, doch das wird sich in den kommenden Jahren schnell ändern. Auf dem Snapdragon Summit 2019 gab Qualcomm einen Überblick, welche Provider in welchen Ländern welche Pläne haben.

Stellenmarkt
  1. Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Informatik ... (m/w/d)
    Universität Passau, Passau
  2. Servicetechniker im Kundendienst (m/w/d)
    HUTH Elektronik Systeme GmbH, Großraum Lübeck
Detailsuche

So sollen momentan mehr als 40 Anbieter in 20 Staaten bereits über 5G-Standorte verfügen. Dazu zählen Australien, Bahrain, China, Deutschland, Finnland, Irland, Italien, Großbritannien, Katar, Kuwait, Monaco, die Philippinen, Rumänien, Saudi-Arabien, die Schweiz, Spanien, Südafrika, Südkorea, die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate. Generell arbeiten mehr als 325 Provider in 109 Ländern am 5G-Auf- und Ausbau.

2020 kommen Länder wie Brasilien, Chile, Frankreich, Hongkong, Indien, Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Österreich, Russland, Singapur, Taiwan, Türkei und Vietnam hinzu. 2021 folgen unter anderem Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Griechenland, Kroatien, Lettland, Luxemburg, die Malediven, die Niederlande, Norwegen, Peru, Polen, Portugal, Serbien, Schweden, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Weißrussland.

  • 5G-Ausbau 2019 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • 5G-Ausbau 2020 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • 5G-Ausbau 2021+ (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • 5G-Roadmap (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Für 5G braucht es mmWave und Sub-6-GHz (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Bisherige LTE-Stationen sind wichtig, ... (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • ... weil Dynamic Spectrum Sharing die Abdeckung erhöht. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
5G-Ausbau 2019 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Interessant ist dabei, wann wo welcher der beiden großen Frequenzstandards ausgebaut wird: mmWave hat mehr Bandbreite, ist aber extrem kurzwellig, benötigt einen sehr dichten Ausbau und profitiert von umgerüsteten LTE-LAA-Basisstationen (License Assisted Access). Sub-6-GHz reicht deutlich weiter auf Kosten der Geschwindigkeit, dafür können reguläre, schon vorhandene LTE-Masten eingesetzt werden. Zudem ist dabei Dynamic Spectrum Sharing möglich, um die 5G-Abdeckung zu erhöhen.

Golem Karrierewelt
  1. Container Technologie: Docker und Kubernetes - Theorie und Praxis: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.-24.02.2023, virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    23./24.03.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der vorherrschende Standard in den USA ist derzeit mmWave, auch Japan und Russland werden anfangs darauf setzen. In China und in Europa sowie dem Rest der Welt wird vorerst eher Sub-6-GHz ausgebaut, bis 2021 sollen global aber beide Standards zusammenwachsen. Qualcomm spricht von "Real 5G", wenn mmWave und Sub-6-GHz eingesetzt und unterstützt werden. Der neue Snapdragon 865 und der neue Snapdragon 765 beherrschen beide Standards, andere Chips wie der Kirin 990 von Huawei, der Dimensity 1000 von Mediatek und der Exynos 980 von Samsung nur Sub-6-GHz.

In Deutschland wurde die 5G-Frequenzvergabe im Juni 2019 abgeschlossen und die Provider konnten ihre vorbereiteten Standorte freischalten. Derzeit gibt es 5G-Stationen von der Deutschen Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone. Diese sind unter anderem in Berlin, Birgland, Bonn, Bremen, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hattstedt, Köln, Leipzig, Lohmar, Mülheim an der Ruhr und München verfügbar. Nicht alle Provider haben Standorte in allen genannten Städten und nicht alle sind öffentlich, seitens 1&1 Drillisch erfolgt der Ausbau zudem erst noch.

Mit Geräten wie dem Huawei Mate 20 X 5G, dem Samsung Galaxy S10 5G oder dem Xiaomi Mimix 3 5G ist bereits mehr als 1 GBit/s im Downstream möglich. Bei der Deutschen Telekom und bei Vodafone ist 5G auch in günstigen Verträgen wie Magenta Mobil S für mehr als 300 MBit/s oder wie Red S für mehr als 500 MBit/s kostenlos integriert.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Qualcomm am Snapdragon Summit in Wailea teilgenommen, die Reise- und Hotelkosten wurden von Qualcomm übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz
Fünf All-in-One-Messenger im Vergleichstest

Ständiges Wechseln zwischen Messenger-Apps ist lästig. All-in-One-Messenger versprechen, dieses Problem zu lösen. Wir haben fünf von ihnen getestet und große Unterschiede bei Bedienbarkeit und Datenschutz festgestellt.
Ein Test von Leo Dessani

Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz: Fünf All-in-One-Messenger im Vergleichstest
Artikel
  1. Morgan Stanley: Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter
    Morgan Stanley
    Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter

    Wegen der Nutzung von Whatsapp hatten Finanzregulatoren 2022 mehrere Banken mit hohen Strafen belegt.

  2. Gaming-Monitor von Acer um 270 Euro reduziert bei Amazon
     
    Gaming-Monitor von Acer um 270 Euro reduziert bei Amazon

    Amazon bietet aktuell Top-Monitore von Acer zu reduzierten Preisen an. Es handelt sich sowohl um Office- als auch um Gaming-Monitore.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Ubisoft: Far Cry 7 spielt möglicherweise in Alaska
    Ubisoft
    Far Cry 7 spielt möglicherweise in Alaska

    Auf Basis der Snowdrop-Engine: Es gibt Leaks über die nächsten Far Cry - mindestens eines soll in Schneelandschaften spielen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • XFX RX 7900 XTX 1.199€ • WSV bei MM • Razer Viper V2 Pro 119,99€ • MindStar: XFX RX 6950 XT 799€, MSI RTX 4090 1.889€ • Epos Sennheiser Game One -55% • RAM/Graka-Preisrutsch • Razer Gaming-Stuhl -41% • 3D-Drucker 249€ • Kingston SSD 1TB 49€ • Asus RTX 4080 1.399€[Werbung]
    •  /