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Quakecon: John Carmack kritisiert Technik und Inhalt von Rage

Auf der Hausmesse Quakecon in Texas hat John Carmack sich zum enttäuschenden Rage geäußert, über die Unterstützung von Mac OS und Linux gesprochen und gesagt, der Fokus von id Software liege derzeit auf Doom 4 .
/ Peter Steinlechner
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Rage (Bild: id Software)
Rage Bild: id Software

Auffallend kritisch ist John Carmack von id Software(öffnet im neuen Fenster) bei der Hausmesse Quakecon(öffnet im neuen Fenster) in Dallas/Texas mit Rage umgegangen. Der legendäre Programmierer räumte ein, dass die PC-Version des Ende 2011 veröffentlichten Actionspiels zahlreiche Bugs gehabt habe. Insbesondere sei es nicht gelungen, für ausreichend gute Unterstützung durch Grafikkartentreiber zu sorgen - Besitzer sowohl von ATI- als auch von Nvidia-Karten hatten mit massiven Problemen zu kämpfen. Bei künftigen Titeln sollten derartige Fehler unbedingt vermieden werden, so Carmack. Er äußerte aber auch am Inhalt des Spiels Kritik, insbesondere an der sterilen Welt, am Checkpoint-System und am Finale.

Rage - Test
Rage - Test (02:44)

Nach Angaben von Carmack arbeitet id Software derzeit an zwei Titeln. Einer ist Doom 3 BFG , eine Neuauflage des - auch nicht von allen Spielern gefeierten - Actionspiels, die am 19. Oktober 2012 für PC, Xbox 360 und Playstation 3 erscheinen soll. Sobald das Team die Entwicklung abgeschlossen hat, soll es sich dem zweiten kommenden Titel zuwenden: Doom 4, das angeblich derzeit wichtigste Projekt von id. Neuigkeiten dazu hat Carmack nicht bekanntgegeben, auch die Veröffentlichung lässt wohl noch auf sich warten - es soll "when it's done" erscheinen. Das für Mobil-Spiele zuständige Team habe man inzwischen aufgelöst, die Mitarbeiter arbeiten stattdessen an Doom 4.

Doom 3 BFG Edition - Trailer (Lost Missions)
Doom 3 BFG Edition - Trailer (Lost Missions) (01:20)

Auch zu Mac OS und Linux hat sich Carmack erneut geäußert. Seinen Angaben nach ist es schlicht profitabel, Spiele auch für Mac OS anzubieten - deshalb werde sein Studio das auch weiterhin tun. Etwas komplizierter ist die Lage bei Linux. Es gebe immer noch Probleme damit, dass Linux-Fans nicht wirklich Geld für Spiele oder Software ausgeben wollen; allerdings könne es sein, dass Valve mit seinen Plänen für Linux daran etwas ändert. Ein weiteres Problem seien die Grafikkartentreiber, an denen dringend weiter gearbeitet werden müsse; ausdrücklich lobt Carmack übrigens die Unterstützung der Linux-Szene durch Intel.


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