Quadrooter: Qualcomm-Schwachstelle bedroht 900 Millionen Android-Geräte

Mehrere Schwachstellen in den Qualcomm-Treibern ermöglichen es Angreifern, per Rechteeskalation Android-Geräte zu übernehmen. Drei von vier Lücken sind gepatcht, doch zahlreiche Android-Nutzer müssen noch auf die Updates warten.

Artikel veröffentlicht am ,
Frische Sicherheitslücken für Android
Frische Sicherheitslücken für Android (Bild: Beck Diefenbach/Reuters)

Die Sicherheitsfirma Checkpoint hat auf der Defcon-Konferenz in Las Vegas mehrere Schwachstellen in Gerätetreibern von Qualcomm-Chips in Verbindung mit Android-Geräten vorgestellt. Die Schwachstellen sollen es Angreifern ermöglichen, per Rechteeskalation die Geräte der Nutzer zu übernehmen.

Stellenmarkt
  1. Mobile Developer Android (m/w/d)
    Fressnapf Holding SE, Düsseldorf
  2. Key User Finance (m/w/d)
    Dr. Willmar Schwabe Business Services GmbH & Co. KG, Karlsruhe-Durlach
Detailsuche

Um die Sicherheitslücke auszunutzen, müssen Angreifer ihre potenziellen Opfer dazu bringen, eine präparierte App aus dem Playstore herunterzuladen. Diese App benötigt nach Angaben von Checkpoint keine besonderen Berechtigungen, die die Nutzer womöglich stutzig machen könnten. Die Sicherheitslücken betreffen nur Geräte, die mit einem Qualcomm-Chip ausgerüstet sind. Nach Angaben der Marktforschungsfirma Abiresearch hat Qualcomm bei Geräten mit LTE-Baseband einen Marktanteil von etwa 65 Prozent.

Die erste Sicherheitslücke mit der CVE 2016-2059 betrifft das von Qualcomm entwickelte Kernel-Modul ipc_router, das für die Kommunikation zwischen verschiedenen Qualcomm-Komponenten zuständig ist. Dieses Modul startet einen neuen Socket, um Kommunikation zwischen den Komponenten zu ermöglichen. Dieser wird nach Angaben von Checkpoint ohne Whitelist oder Enddatum gestartet. Angreifer sind dadurch in der Lage, bestimmte Gerätekomponenten direkt anzusprechen.

Rechteeskalation mit Monitoring-Socket

Mit einem speziellen Kommando können Angreifer einen Client-Port in einen aktiven Monitoring-Socket (Control_Port) umwandeln. Danach soll es ihnen möglich sein, Daten im Heap direkt zu kontrollieren. Vom Kernel werden diese dann wie ein reguläres Objekt von msm_ipc_port behandelt. Letztlich soll es damit möglich sein, die SELinux-Sicherheitsfunktionen abzuschalten und Root-Zugriff zu erlangen.

Golem Akademie
  1. IT-Sicherheit für Webentwickler
    5.-6. Juli 2021, online
  2. Microsoft 365 Security Workshop
    9.-11. Juni 2021, Online
Weitere IT-Trainings

Ein weiteres Problem gibt es in der Speicherverwaltung via Ashmem. Diese Sicherheitslücke hat die Bezeichnung CVE-2016-5340. Weil die Funktion ashmem_file keine komplette Prüfung der Dateitypen vornimmt, können Angreifer im Root-Verzeichnis ein eigenes Dateisystem mit dem Namen ashmem mounten. Über einen speziellen Befehl kann dem System dann jede beliebige Datei als Ashmem-Datei untergeschoben werden und wird dann mit Root-Berechtigung ausgeführt.

Checkpoint hat außerdem zwei Use-After-Free-Lücken gefunden, die Schwachstellen im Kernel Graphics Support Layer ausnutzen. Die Funktion kgsl_sync ist für die Synchronisation zwischen CPU und Apps zuständig.

Nach Angaben von Checkpoint sind rund 900 Millionen Android-Geräte betroffen. Qualcomm hat die Schwachstellen nach Angaben von Checkpoint bestätigt und jeweils mit der Risikostufe "hoch" bewertet. Patches sollen an die Gerätehersteller verteilt worden sein, drei der vier Schwachstellen wurden mit Googles letzten Sicherheitsupdates geschlossen. Viele Android-Nutzer müssen jedoch noch warten, bis sie die Patches bekommen. Nutzer können mit einer App von Checkpoint prüfen, ob ihr Gerät betroffen ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitcoin
Bitmain stoppt Verkauf von Krypto-Minern

Aufgrund des chinesischen Vorgehens gegen Kryptomining gibt es viele gebrauchte Bitcoin-Rigs auf dem Markt - deren größter Hersteller zieht Konsequenzen.

Bitcoin: Bitmain stoppt Verkauf von Krypto-Minern
Artikel
  1. Lenovo L32p-30 und L27m-30: USB-C-Monitore mit Webcam passen ins Homeoffice
    Lenovo L32p-30 und L27m-30
    USB-C-Monitore mit Webcam passen ins Homeoffice

    Lenovo stellt gleich mehrere neue Monitore vor. Die L32p-30 und L27m-30 lassen sich etwa per USB-C mit 75 Watt Power Delivery anschließen.

  2. Frommer Legal: Große Abmahnwelle wegen Filesharing in Deutschland
    Frommer Legal
    Große Abmahnwelle wegen Filesharing in Deutschland

    Viele Menschen suchen derzeit Hilfe bei einer Anwaltskanzlei, weil sie wegen angeblich illegalen Filesharings abgemahnt wurden.

  3. Vodafone, DLSS, Chipmangel: Mächtige US-Gewerkschaft legt sich mit Amazon an
    Vodafone, DLSS, Chipmangel
    Mächtige US-Gewerkschaft legt sich mit Amazon an

    Sonst noch was? Was am 23. Juni 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

David Hald... 10. Aug 2016

Heute ist es ganz normal, dass Mitarbeiter ihre privaten Mobilgeräte auch für die Arbeit...

f0x 10. Aug 2016

Mit cm-13.0-20160810-NIGHTLY-klte.zip sind die Lücken geschlossen, geht also schon recht...

Cok3.Zer0 10. Aug 2016

Ja genau! Deswegen ja!

matzenordwind 09. Aug 2016

Naja es sollte nicht nur behoben werden können, sondern es kann bereits behoben werden...

FreiGeistler 08. Aug 2016

Stimmt schon. Allerdings, wenn sich XY su nicht selbst implementiert (dann würden...


Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Dualsense Midnight Black + Ratchet & Clank Rift Apart 99,99€ • 6 Blu-rays für 30€ • Landwirtschafts-Simulator 22 jetzt vorbestellbar ab 39,99€ • MSI Optix MAG272CQR Curved WQHD 165Hz 309€ [Werbung]
    •  /