Quadrigacx: 137 Millionen US-Dollar in Bitcoins verschwunden

Eine gerichtliche Untersuchung konnte zwar die Konten, aber nicht die Bitcoins finden, die der verstorbene Chef der Kryptowährungsbörse Quadrigacx auf seinem verschlüsselten Laptop gespeichert haben soll. Doch das ist nicht die einzige Ungereimtheit.

Artikel veröffentlicht am ,
Wo sind all die gesparten Bicoins hin?
Wo sind all die gesparten Bicoins hin? (Bild: andibreit/Pixabay)

Der Inhaber der Kryptowährungsbörse Quadrigacx Gerald Cotten soll 137 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen mit ins Grab genommen haben. Das Geld sollte sich in sogenannten Cold Wallets auf seinem verschlüsselten Laptop befinden. Eine gerichtliche Untersuchung konnte mehrere Wallets identifizieren - sie waren allesamt leer. Zuerst hatte Bloomberg berichtet.

Stellenmarkt
  1. Java Developer (m/w/d)
    Governikus GmbH & Co. KG, Bremen, Berlin, Erfurt, Köln (Home-Office möglich)
  2. Senior Projektleiter - IT Betrieb (m/w/d)
    Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main
Detailsuche

Ein kanadisches Gericht hatte in einem Gläubigerschutzverfahren die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young mit der Untersuchung des Falles beauftragt. Einen Zugriff auf die verschlüsselten Cold Wallets, einer Kryptowährungsbörse ohne Zugang zum Internet, auf dem Laptop des Verstorbenen konnten auch sie nicht erlangen. Über eine Analyse der Blockchain, in der alle Bitcoin-Transaktionen abgebildet werden, konnten sie Quadrigacx jedoch sechs Kryptogeldkonten eindeutig zuordnen. Alle sechs Konten waren leer, fünf davon wiesen seit April 2018 keine Bewegungen mehr auf. Über das sechste Konto wurden Bitcoins an das Quadrigacx Hot Wallet weitergeleitet. Zudem fand sich eine Fehlbuchung vom Februar 2019, bei der Quadrigacx auf das sechste Cold Wallet - auf das kein Zugriff mehr besteht - Bitcoins im Wert von 500.000 US-Dollar transferierte. Der Fehler wurde öffentlich eingestanden, das Geld sei "momentan nicht mehr zugänglich", man arbeite an einer Lösung.

Zwischen April 2014 und April 2018 befanden sich durchschnittlich 124 Bitcoins am Monatsende auf den Konten. Der Höchststand umfasste 2.776 Bitcoins. Aus diesen wurden immer wieder Bitcoins an Konten bei anderen Kryptowährungsbörsen transferiert.

Weitere mysteriöse Umstände

Auf einer Indienreise soll der 30-jährige Chef von Quadrigacx Gerald Cotten plötzlich verstorben sein. Eine indische Sterbeurkunde datiert den Tod bereits auf den 9. Dezember 2018, auf dieser wurde allerdings sein Name falsch geschrieben. Nur zwölf Tage vor seinem plötzlichen Tod hatte er in seinem Testament seine jetzige Witwe Jennifer Robertson als alleinige Erbin bestimmt. Er vermacht ihr ein Flugzeug und eine Jacht sowie mehrere Grundstücke in Kanada.

Golem Karrierewelt
  1. AZ-500 Microsoft Azure Security Technologies (AZ-500T00): virtueller Vier-Tage-Workshop
    28.11.-01.12.2022, virtuell
  2. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Wo das Geld der 115.000 Quadrigacx-Kunden geblieben ist, bleibt weiter unklar. Die Witwe hatte zuvor erklärt, dass Cotton das Kryptogeld der Firma verwaltet und den Großteil davon zum Schutz vor Diebstahl in Cold Wallets abgelegt habe. Backups oder andere Sicherheitsmaßnahmen gegen den Verlust der Wallets sollen nicht getroffen worden sein. Die Webseite wurde wegen der nach dem Todesfall noch immer eingehenden Transaktionen offline genommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


neokawasaki 04. Mär 2019

Zweite Tür links, jeder nur einen Fisch. Danke!

TrollNo1 04. Mär 2019

Welche kauft sie sich denn?

Glitti 04. Mär 2019

Nö. Die Firma wird ja keinen persönlich haftenden Geschäftsführer haben. Offiziell ist...

jake 04. Mär 2019

...guerilla marketing für eine neue netflix-serie. falls es doch "echt" ist, sollte sich...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Smartwatch
Öffnen der Apple Watch Ultra trotz Schrauben riskant

Die Apple Watch Ultra verfügt über vier Schrauben auf der Unterseite. Nutzer sollten sie nicht lösen, um die Uhr nicht zu zerstören.

Smartwatch: Öffnen der Apple Watch Ultra trotz Schrauben riskant
Artikel
  1. Gegen Amazon und Co.: Frankreich führt Mindestgebühren für Buchbestellungen ein
    Gegen Amazon und Co.
    Frankreich führt Mindestgebühren für Buchbestellungen ein

    Mit einer Mindestliefergebühr will Frankreich kleinere Geschäfte vor großen Onlinehändlern wie Amazon schützen.

  2. Gen.Travel: Volkswagen zeigt autonomes Elektroauto mit Betten
    Gen.Travel
    Volkswagen zeigt autonomes Elektroauto mit Betten

    VW hat eine Autostudie vorgestellt, in der niemand mehr fahren muss. Stattdessen kann gearbeitet, geschlafen oder gefreizeitet werden.

  3. E-Commerce und Open Banking: Big-Tech-Konzerne drängen in den Finanzsektor
    E-Commerce und Open Banking
    Big-Tech-Konzerne drängen in den Finanzsektor

    Open Banking sollte Innovationen fördern. Stattdessen nutzen Amazon, Apple und Google es dazu, ihre Marktmacht auszubauen.
    Eine Analyse von Erik Bärwaldt

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • CyberWeek: Gaming-Hardware uvm. • Crucial P2 1 TB 67,90€ • ViewSonic VX2719-PC FHD/240 Hz 179,90€ • MindStar (u. a. MSI MAG Z690 Tomahawk 219€ + $20 Steam) • Apple AirPods 2. Gen 105€ • Alternate (u. a. Chieftec GDP-750C-RGB 71,89€) • Logitech G Pro Gaming Keyboard 77,90€ [Werbung]
    •  /