Qt-Framework: Entwickler diskutieren QML-Fragmentierung

QML kommt inzwischen auf zahlreichen Plattformen und in etlichen Projekten zum Einsatz. Das fördert die Fragmentierung in den verschiedenen APIs. Der Fragmentierung wollen zahlreiche Entwickler nun entgegentreten und eine Vereinheitlichung diskutieren. In einem ersten Schritt wollen sie die Unterschiede vergleichen. Nach einem Abwägen der jeweiligen Vor- und Nachteile sollen die APIs zusammengefügt werden.
Dem Entwickler Johan Thelin war zunächst aufgefallen(öffnet im neuen Fenster) , dass sich die APIs verschiedener Projekte und Unternehmen zunehmend unterscheiden. QML kommt unter anderem in Nokias Komponenten für Harnattan und Symbian, in RIMs Blackberry 10, in Sailfish von Jolla und jetzt auch in Ubuntu Phone von Canonical zum Einsatz. Auch das freie Projekt Plasma Active sowie KDE setzt QML zunehmend ein.
Thelin stellte fest, dass beispielsweise das Element Checkbox unterschiedliche Eigenschaften besitzen kann, je nachdem, unter welchem System es verwendet wird. Zwar lässt sich in allen Systemen die Eigenschaft "Checked" nutzen, darüber hinaus gibt es aber kaum Gemeinsamkeiten. Ubuntu Phone hat zum Beispiel als einziges System die Eigenschaft "Hovered" eingeführt. Ähnlich verhält es sich mit Methoden des Checkbox-Elements.
Im IRC-Chat haben die beiden Active-Plasma-Entwickler Aaron Seigo und Marco Martin sowie der Sailfish-Entwickler Joona Petrell und Zoltán Balogh von Ubuntu beschlossen, die QML-Komponenten konsistent zu halten und das API zu vereinheitlichen. Andere Entwickler, die selbst APIs entwickelt haben, sind in der Diskussion willkommen, schreibt Balogh in einer E-Mail(öffnet im neuen Fenster) . "Eine produktive Kooperation zwischen Communitys und Unternehmen wäre etwas Revolutionäres."