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Qt Developer Days 2014: Jahrelange Herausforderungen für Qt

Um erfolgreich zu bleiben, müsse sich das Qt-Framework künftig noch stärker an Industrietrends anpassen, sagt der Chefentwickler Lars Knoll. Dazu gehören die Steuerung von Geräten per Tablet, Appstores auf dem Desktop und das Cloud-Computing zur Auswertung von Daten.

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Qt soll weiter auf allen Plattformen laufen, dafür müssen Probleme gelöst werden.
Qt soll weiter auf allen Plattformen laufen, dafür müssen Probleme gelöst werden. (Bild: qt.io)

An übergreifenden Entwicklungen in der IT-Industrie müssen sich auch die Entwickler von Qt orientieren, deshalb werde das Framework noch weiter an die Bedürfnisse seiner Nutzer angepasst, verspricht der Chefentwickler Lars Knoll auf der Keynote der diesjährigen Qt Developer Days in Berlin. Zu diesen Trends gehört etwa die Fokussierung auf Appstores.

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Diese werden nicht mehr nur für mobile Betriebssysteme eingesetzt, sondern von Apple und Microsoft auch auf Desktop-Rechnern. So drehe sich in Windows 10 alles um den Windows-Store, sagt Knoll. Mit der Möglichkeit, Android-Apps auf Chromebooks auszuführen und damit vielleicht auch bald im Chrome-Browser auf Desktops, verfolgt Google ähnliche Ziele.

Für die Nutzer von Qt soll das Framework deshalb mehr bieten als den Code selbst und eine dazugehörige Entwicklungsumgebung. Qt-Anwendungen müssten einfacher in Stores verteilt werden können und die Entwickler sollen auch beim Design oder beim Sammeln von Feedback durch die Endanwender unterstützt werden. Die Entwickler sollen über die gesamte Lebensdauer einer Anwendung die notwendige Unterstützung durch Qt erhalten. Wie genau das geschehen könne, sei allerdings noch nicht endgültig geklärt, so Knoll.

Emebedded mit neuen Möglichkeiten

Zudem sehen sich die Entwickler der Bibliotheken mit neuen Anforderungen konfrontiert, die durch die aktuelle technologische Entwicklung möglich werden. So bekommen eingebettete Geräte immer häufiger Bildschirme, etwa in der Industrie eingesetzte Maschinen. Das erlaubt zwar eine direkte Interaktion, die Hardware besitzt aber stark begrenzte Ressourcen.

Die kommerzielle Variante von Qt bietet deshalb künftig einen 2D-Renderer, der entweder per Software funktioniert oder falls vorhanden auf die Hardwarebeschleunigung des Geräts zurückgreift, unter Linux etwa über DirectFB oder unter Windows per Direct2D. Alternativ ließe sich auch eine Steuerung per Tablet umsetzen, dazu müssten die Anwendungen aber stark aufeinander abgestimmt werden.

Aus dem Begriff Internet-of-Things entwickeln sich derzeit außerdem tatsächliche Produkte. Wie diese aber mit Sicherheitsupdates versorgt werden sollen, sei derzeit noch nicht klar, so Knoll. Die Vernetzung von Geräten und Anwendungen per Bluetooth LE oder anderen Techniken wie Zeroconf und mDNS im heimischen Netzwerk stellt Entwickler ebenfalls vor Aufgaben, die Qt helfen soll zu lösen.

Big-Data und die Cloud

Dank der Portierungen auf Android und iOS können nun auch Apps erstellt werden, deren Daten an vielen verschiedenen Orten gesammelt und gespeichert werden. Laut Knoll muss Qt in der Lage sein, verschiedene Cloud-Anbieter miteinander zu verbinden und die Daten dort für die Anwender auszuwerten oder zu visualisieren.

Zurzeit stehe das Entwicklerteam aber vor der Frage, wie dieses Verhalten sicher genug gestaltet werden könne, sagte Knoll. Noch unklar sei etwa, wie sich der Speicherort absichern lasse, wie die Daten und die Übertragung verschlüsselt werden können oder auch wie die Authentifizierung und die Zugriffskontrolle umgesetzt werden könne.

Die Lösung der Fragen und Implementierung der Funktionen werde, schätzt Knoll, wohl mindestens die kommenden zwei Jahre in Anspruch nehmen. Dabei sollen vor allem die Wünsche der Entwickler, die mit Qt arbeiten, berücksichtigt werden. Diese fordert Knoll explizit dazu auf, ihre Bedürfnisse klar zu äußern und sich so an der Entwicklung zu beteiligen.

All diese Ziele werden wohl in absehbarer Zeit in der 5er Reihe von Qt fortentwickelt. Ein großer Bruch wie der Wechsel von Qt 4 auf Qt 5 ist aber erst in einigen Jahren zu erwarten. Knoll scheint in der Antwort auf eine Frage aus dem Publikum überzeugt davon zu sein, dass ein Bruch der Kompatibilität irgendwann notwendig wird. Aber zwischen den Veröffentlichungen der beiden genannten Versionen liegen sieben Jahre und Qt 4.8 werde noch bis Ende 2015 gepflegt, so Knoll. Die 5er Reihe sei dagegen erst zwei Jahre alt.



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derats 08. Okt 2014

Naja, IMHO muss, darf (sollte?) man einige APIs bei Major-Releases brechen. Gut, Qt3->4...


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