Qt-Addons: KDE Frameworks 5.0 endlich erschienen

Die neuen auf Qt 5 aufbauenden Basisbibliotheken von KDE, die Frameworks 5, sind etwa drei Jahre nach der ersten Konzeption nun erstmals in einer stabilen Version erschienen(öffnet im neuen Fenster) . Neben der KDE-Community selbst sollen vor allem Qt-Entwickler und -Anwender von den Frameworks profitieren, da sie diese einfacher als bisher verwenden können.

Denn zusätzlich zu den Portierungsarbeiten der bisher als KDElibs zusammengefassten Bibliotheken hat das Team sehr viel Zeit darauf verwendet, den Code so gut wie möglich zu modularisieren. So entstanden mehr als 50 einzelne Frameworks, wovon etwa ein Drittel als einzige Abhängigkeit Qt haben, so dass diese direkt als Addon verwendet werden können. Einige der bisher von KDE entwickelten Funktionen sind sogar direkt in den Qt-Code eingepflegt worden.
Ziel des Teams ist es auch, möglichst viele der Frameworks plattformübergreifend nutzbar zu machen. Dies triftt etwa auf KArchive zu, das mit häufig verwendeten komprimierten Archiven wie Zip, 7Zip und Tar umgehen kann und darüber hinaus ein QIODevice zur Kompression mit GZip, BZip oder XZ bietet. Mit Threadweaver können verschiedene Threads über ein API mit Job- und Queue-Schnittstellen verwaltet werden. Darüber hinaus können mit den Frameworks geschriebene Anwendungen meist sehr einfach unter Wayland betrieben werden.
Je nach Anzahl ihrer Abhängigkeiten sind die Frameworks in vier verschiedene Schichten eingeteilt(öffnet im neuen Fenster) , zusätzlich sind die einzelnen Module drei verschiedenen Typen zugeordnet: Functional, Integration, Solution. Functional heißt, das Modul hat keine Laufzeitabhängigkeiten, die Laufzeitabhängigkeiten der Integration-Module bieten plattform- oder betriebssystemspezifischen Code und die Abhängigkeiten der Solution-Module müssen zwingend vorhanden sein. Die Abhängigkeiten der verschiedenen Bestandteile untereinander sowie zu Qt hat das Team auf seinen Webseiten klar dokumentiert(öffnet im neuen Fenster) .
Mit den nun veröffentlichten Frameworks 5 stellt das KDE-Team auch die Basis für seine neue Version der Plasma-Arbeitsfläche bereit. Letztere soll nächste Woche erscheinen. Der Quellcode steht ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. Einige Linux-Distributionen bieten ebenfalls Pakete(öffnet im neuen Fenster) an. Das Team plant, im Monatsrhythmus neue Versionen bereitzustellen.