Qt 5: Entwickler beklagt fehlende GLX-Anbindung
Mit der nächsten Version von Qt 5 verzichtet das Framework auf Xlib. Stattdessen sorgt das modernere und leichtgewichtigere XCB (X C-Binding)(öffnet im neuen Fenster) für die Anbindung von grafischen Anwendungen mit dem Xserver unter Linux. Allerdings fehlt XCB die Möglichkeit, direkt mit OpenGL-Funktionen einer Grafikkarte zu kommunizieren, wie sie beispielsweise von geschlossenen Treibern von Nvidia oder AMD bereitgestellt werden. Das hat bei Entwickler Steven Starr Unmut erregt.
XCB greift nur über den Xserver auf GLX zu(öffnet im neuen Fenster) , initialisiert also auch beispielsweise keine Hardware. Bislang mussten Entwickler direkte OpenGL-Aufrufe über Xlib realisieren. Meist nutzen sie Xlib und XCB gleichzeitig.
Wegen XCB funktioniert KDE4 nicht immer
Mit dem Wegfall der QX11-APIs müssen Entwickler nun auf XCB zurückgreifen. "Wer sich wundert, warum KDE4 mit Nvidia-Karten immer wieder nicht funktioniert – das ist die Antwort" , schreibt Starr in einem Gastbeitrag für die Webseite Phoronix(öffnet im neuen Fenster) . Denn die indirekten Zugriffe durch XCB senkten die Leistung für Linux-Desktops.
Er arbeite seit über einem Jahr an einem neuen Desktop auf Qt-Basis für Linux. "Jetzt ist das Quantum Project kaputt, weil die Qt-Entwickler die QX11-APIs entfernt haben." Qt5 mit XCB sei ein "eingeschränkter Low-Level-API-Wrapper statt ein komplett funktionierendes Higher-Level-API" , schreibt Starr.
Einige Entwickler sehen die Änderungen in Qt 5 durchaus positiv. Auf LWN.net(öffnet im neuen Fenster) begrüßt der Benutzer Tao den Schritt. Zu den Bedenken, dass XCB GLX nicht unterstützt, schreibt Entwickler Josh, der offensichtlich an dem XCB-Projekt mitarbeitet, dass es nur weniger Änderungen bedürfe, um die GLX-APIs zu unterstützen. Die Entwickler sollten daran arbeiten. Das Posting ist allerdings vom April 2012. Bislang ist davon im Sourcecode auf dem Git-Server aber noch nichts zu sehen(öffnet im neuen Fenster) .
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