QR-Codes: Erst zwei Drittel der Testlabore an Corona-App angeschlossen

Zum Start der Corona-App hat die Telekom eine schnelle Anbindung aller Testlabore versprochen. Doch es wurde noch kein einziger QR-Code genutzt.

Ein Bericht von veröffentlicht am
QR-Codes: Erst zwei Drittel der Testlabore an Corona-App angeschlossen
(Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Vier Wochen nach dem Start der Corona-Warn-App der Bundesregierung sind viele Testlabore immer noch nicht an das digitale System angeschlossen. "Mittlerweile sind exakt 92 der niedergelassenen Labore angebunden", teilte die Deutsche Telekom auf Anfrage von Golem.de mit. Das entspreche einem Anteil von 63 Prozent. Das Unternehmen zeigte sich zuversichtlich, dass die Labore in Kürze flächendeckend mit den erforderlichen QR-Codes versorgt werden könnten. Doch fehlende Verträge mit medizinischen Telematikdienstleistern blockieren derzeit den Anschluss der Labore. Bislang wurde noch kein einziger QR-Code eingesetzt.

Inhalt:
  1. QR-Codes: Erst zwei Drittel der Testlabore an Corona-App angeschlossen
  2. Spezielles Formular für QR-Codes entwickelt

Zum Start der Corona-App am 16. Juni 2020 waren bereits 20 Prozent der Testkapazitäten digitalisiert worden. Telekom-Chef Tim Höttges hatte damals angekündigt: "Wir werden in den nächsten vier Wochen alle Testlabore und Gesundheitsämter in diesen Digitalisierungsprozess integrieren, um sie komplett von dem analogen, sehr aufwendigen manuellen Prozessen zu entlasten." Im Vergleich zum analogen Prozess könne die Kommunikation zwischen Laboren und Infizierten um bis zu vier Tage beschleunigt werden.

Streit über Telematik-Anbieter

Dass noch nicht alle Labore an das System der Corona-Warn-App angebunden sind, liegt zum Teil an der Telekom selbst. Nach Informationen von Golem.de will das Unternehmen den Laboren sein eigenes System aufdrücken. Dieses System war bereits im Zusammenhang mit der Covid-19-App der Telekom in Zusammenarbeit mit der Ulmer Firma BS Software Development aufgebaut worden.

Doch parallel dazu gibt es für die Labore auch die Möglichkeit, ein System des Dienstleisters KV.Digital zu verwenden, einem Tochterunternehmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Allerdings hat die KBV zu Beginn der Corona-Krise auf den zentralen Ansatz PEPP-PT gesetzt und mit dessen Unterstützern wohl schon an einem gemeinsamen Konzept zur Einbindung der Labore gearbeitet (PDF). Doch das Bundesgesundheitsministerium hat ausschließlich die Telekom damit beauftragt, für die Einbindung der Labore zu sorgen. Für Labore, die bereits über KV.Digital vernetzt sind, wären mit dem System der Telekom zusätzliche Kosten verbunden.

Verhandlungen mit KV.Digital bestätigt

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Die KBV teilte nun auf Anfrage von Golem.de mit: "Da der Telekom offenbar noch keine vollständige Anbindung gelungen ist, wird aktuell geprüft, ob die KBV hier helfen kann. Die KBV würde im Interesse der Bekämpfung des Corona-Virus gerne unterstützend tätig sein und hat der Telekom mitgeteilt, welche Daten und Datenübertragungsmöglichkeiten ihr zur Verfügung stehen." Doch von Seiten der Telekom sei noch kein prüffähiges Konzept oder ein Vertragsentwurf vorgelegt worden.

Die Telekom bestätigte auf mehrfache Nachfrage nun Gespräche "mit den verschiedenen IT-Dienstleistern der Branche" und erklärte: "Wir möchten das Netzwerk der Testlabore gemeinsam mit der KV Digital zügig weiter ausbauen. Die flächendeckende Anbindung der niedergelassenen Labore ist ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen die Pandemie."

Doch die Labore müssen nicht nur mit den Corona-App-Servern vernetzt sein, sie müssen auch an die erforderlichen QR-Codes kommen. Daran haperte es bislang ebenfalls.

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Spezielles Formular für QR-Codes entwickelt 
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torstenj 21. Jul 2020

Hat ja offensichtlich keinerlei Nutzen, wenn die Fälle nicht mal erfasst werden.

Meduser 17. Jul 2020

Wie kommt TrigeminusMax auf diese zusammenhanglose Darstellung? T-Systems hat Ende 2019...

ohinrichs 17. Jul 2020

Im besten Fall rettest du damit dann aber ein oder mehrere Menschenleben, da dadurch...

TheUnichi 16. Jul 2020

So wie ich verstanden habe sind die Probleme aber eher externer Natur. Technisch wird die...



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