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Geschwindigkeit und weitere Funktionen

So ein mobiles NAS-System ist nicht unbedingt ein Gerät, das sich der Anwender wegen der Geschwindigkeit kauft. Allein schon der Umstand, dass Daten per WLAN übertragen werden können, macht entsprechende Aktionen zu einem Geduldsspiel. Wir haben trotzdem die Datenraten kurz angetestet. Per WLAN ist das Gerät erwartungsgemäß extrem langsam. Bestenfalls zeigt uns der Total Commander 2,7 MByte pro Sekunden an. In der Regel pendelt der Datentransfer um die 2 MByte/s. Dabei darf allerdings unsere Umgebung nicht vergessen werden. Unser Netzwerk ist weitestgehend auf dem 5-GHz-Band angesiedelt. Und dank der Gebäudekonstruktion sehen wir von Nachbarn nur wenige 2,4-GHz-WLAN-APs, die den Kanal 11 ebenfalls nutzen. In der Praxis dürften die Datenraten nochmals wegen überfüllten WLAN-Bands sinken.

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Ein ebenfalls kompakt verbaubares 1x1-WLAN nach 802.11ac würde bessere Datenraten ermöglichen. Allerdings ist 802.11ac bei Kleingeräten noch sehr selten. 3x3-WLAN dürfte bei der Größe des QGenies nicht möglich sein. Wir sehen das für den typischen Praxiseinsatz von kurzen Datenbewegungen nicht als Nachteil. Wer ohnehin nur Daten streamt, der braucht sich um das 150-MBit-WLAN wenig Sorgen machen. Was abgespielt werden kann, bestimmt übrigens nicht das NAS-System, sondern der Client, da ein Umkodieren von Inhalten nicht möglich ist. Zudem ist das Gerät auch kein DLNA- oder etwa iTunes-Server. Große NAS-Systeme bieten dies. Als App für mobile Betriebssysteme bietet Qnap QFile an, die ein Dateimanager mit Videoplayer ist.

  • Qnaps Mini-NAS ist in etwa so groß wie handelsübliche Smartphones. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Nur bei der Dicke braucht es mehr Platz. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das liegt auch an den Anschlüssen, denn neben Micro-USB 3.0 und SD-Kartenleser ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... stecken auch ein USB-3.0-Anschluss und der kaum kleiner zu kriegende Ethernet-Anschluss im Gehäuse. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Genie beim Booten (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Dies ist der normale Statusbildschirm. Die wichtigsten Informationen sind auf einen Blick erkennbar. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • IP-Konfiguration (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Separate Kapazitätsanzeige (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Per Dateimanager meldet das System mehrere Datenträger getrennt. (Screenshot: Golem.de)
  • Die interne SSD wird automatisch mit Verzeichnissen befüllt. (Screenshot: Golem.de)
  • Die IP-Konfiguration im Detail. Mehr als 50 IP-Adressen kann das Gerät nicht zuweisen. (Screenshot: Golem.de)
  • In unserem Testnetzwerk ist das Gerät hier per DHCP angemeldet. Man achte auf die IP-Adressen. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Dashboard zeigte bei uns ab und an keinen Status an. (Screenshot: Golem.de)
  • Hier greifen wir per WAN-Port auf das Genie zu. (Screenshot: Golem.de)
  • Eine Änderung des Ports reicht für den Zugriff aus. Qnap versprach, mit der nächsten Softwareversion Samba-Server und Gast-Account deaktivierbar zu machen. (Screenshot: Golem.de)
Das Dashboard zeigte bei uns ab und an keinen Status an. (Screenshot: Golem.de)

Für große Transfers empfiehlt sich eigentlich die Ethernet-Schnittstelle. Die beherrscht jedoch nur Fast Ethernet. Bei 100 MBit/s ist also Schluss. Zudem können wir nur den http-Download testen. Auf CIFS-Anfragen reagiert das System am WAN-Port nicht, obwohl der http-Server sehr wohl und ohne Authentifizierung Downloads erreicht. Der Port ist hier geschlossen - auch für Anwender mit Zugangsdaten. Immerhin erreichen wir hier Datenraten zwischen 9,5 und 10 MByte/s beim Herunterladen vom Webserver. Das ist deutlich schneller als die WLAN-Verbindung. Die QFile-App funktioniert übrigens auch über den WAN-Port, sofern Zugangsdaten eingegeben wurden.

Richtig schnell ist erst eine USB-3.0-Verbindung. Hier meldet das Betriebssystem eine native externe Festplatte. Eine eingesteckte SD-Karte wird ebenfalls als separater Datenträger im System angemeldet. Die interne SSD lässt sich an einem Lenovo X1 Carbon (Ivy Bridge) mit rund 95 MByte/s beschreiben und 220 MByte/s auslesen. Dabei verwenden wir eine 1 GByte große Datei. Es sind also sequentielle Werte. Per USB 2.0 verhält sich Qnaps QGenie erstaunlich schlecht. Hier erreichen wir schreibend nur 20 MByte/s und lesend 28 MByte/s. Per USB 2.0 sollte eigentlich mehr möglich sein, vor allem beim Schreiben.

Eingebauter Akku ist auch zur Geräteversorgung nutzbar

Durch den eingebauten Akku versorgt das Qgenie nicht nur sich selbst, sondern im Bedarfsfall auch externe Geräte wie etwa Smartphones. Dabei verletzt das Qgenie anscheinend den USB-2.0-Standard. Wir konnten nämlich auch ein iPad Air aufladen, was mit einem Standard-konformen USB-Anschluss bei aktivem Display nicht geht. Die Standardverletzung ist positiv zu bewerten. Letztendlich hält sich ohnehin kaum ein Hersteller an die USB-2.0-Vorgaben oder setzt den existierenden Battery-Charge- oder alternativ den Power-Delivery-Standard um. Und dass der Anwender mit dem QGenie auch stromhungrige Geräte wie Tablets aufladen kann, macht das Gerät im Einsatz flexibler.

Für den Test haben wir ein iPhone 5 mit nur noch 30 Prozent Laufzeit an dem Gerät aufgeladen. Es gelingt uns, das Smartphone komplett aufzuladen und trotzdem für 2,5 Stunden das QGenie passiv zu nutzen, um darüber zu surfen oder hie und da Dateien zu transferieren. Als Ladestation sollte das QGenie tendenziell nur im Notfall verwendet werden. Wer will, kann über den Schiebeschalter das QGenie auch nur als Akku verwenden. Das Betriebssystem bleibt dann ausgeschaltet, was Energie spart. Unter 15 Prozent Restkapazität informiert übrigens eine rote LED am QGenie über den geringen Energiestand.

Das QGenie QG-103N wird beim Laden von Geräten handwarm. Damit dürfte das Gerät auch bei hohen Außentemperaturen noch gut andere Geräte versorgen können. Sonst ist uns eine erhöhte Temperatur beim Einsatz nicht aufgefallen.

 Schwächen bei der Passwortsicherheit und nicht abschaltbarer Gast-ZugangVerfügbarkeit des QGenie QG-103N und Fazit 
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David64Bit 27. Aug 2014

Witzbold, das soll bedeuten, dass mehr als 6 MB/s im 300 Mbit W-Lan bei mir nicht drin sind.

Anonymer Nutzer 27. Aug 2014

Oder guck dir doch mal die Preise für die ganz kleinen Diskstations von Synology an,zB...

Quantium40 26. Aug 2014

Nur ein anderer AP auf dem selben Kanal in Störreichweite ist schon zuviel bei WLAN...


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