QLED und QD-EL: TCL zeigt neue Displaytechnik und Konkurrenz zu OLED

Dass es aktuell noch keine marktreifen Displays mit echten und selbstleuchtenden QLEDs gibt, hat mehrere Gründe: Die Technik befindet sich aktuell noch in einem Entwicklungsstadium. Vor allem die Darstellung des energieaufwendigeren blauen Lichtspektrums kann zu schnellem Verschleiß führen. TCL CSOT hat auf der Display Week 2024 trotzdem ein 14-Zoll-Panel für Notebooks gezeigt(öffnet im neuen Fenster) , das mit der QLED-Technik arbeitet und 2.800 x 1.800 Pixel bei 30 bis 120 Hz Bildfrequenz darstellen kann (via Notebookcheck(öffnet im neuen Fenster) und Heise(öffnet im neuen Fenster) ).
QLED sollte dabei nicht mit den von Samsung verwendeten QLED-Panels verwechselt werden: Samsung verwendet QLEDs als Hintergrundbeleuchtung, während die Farben von einem klassischen TFT-Display dargestellt werden. Der Konzern nutzt die Technik zudem als Filterschicht für QD-OLED-Panels. Hier werden die blau leuchtenden OLEDs mittels QLED-Schicht in andere Lichtspektren umgewandelt.
QD-EL als Zukunftstechnologie?
TCLs QLED-Panel, auch QD-EL genannt, besteht nur aus selbstleuchtenden QLEDs - rote, grüne und blaue Quantum Dots machen die unterschiedlichen Subpixel aus und stellen diverse Farben dar. Diese simplere Bauweise ermöglicht eine wesentlich günstigere Fertigung. Hier werden Pixel per Tintenstrahlverfahren auf eine Schicht gedruckt.
Die Herstellung von QD-EL-Displays ist allerdings nicht unbedingt umweltfreundlich. Das liegt an der Nutzung des chemischen Elements Cadmium, das schon in geringen Dosen giftig sein kann. Deshalb wird die Verarbeitung von Produkten mit diesem Stoff auch von der EU reguliert.
TCL zeigt sich dennoch zuversichtlich: Die Technik soll in etwa drei Jahren serienreif sein. Dann könnten QD-EL-Panels den bisherigen OLED- und TFT-Displays Konkurrenz machen. Bis dahin muss die Technik aber die Probleme der Cadmium-Nutzung und den Verschleiß durch blaues Licht ausgleichen.



