Qianfan & Guowang: Chinas Megakonstellationen wachsen weiter an
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Die chinesischen Internetsatellitenanbieter bauen ihre Weltraumpräsenz weiter aus und haben im April 2026 weitere Satelliten für den Aufbau ihrer Megakonstellationen gestartet. Dabei handelt es sich um die Guawang- und Qianfan-Netzwerke.
Mit dem Raketenstart vom 7. April 2026(öffnet im neuen Fenster) wurden insgesamt 18 neue Internetsatelliten des Qianfan-Netzwerks ins Weltall befördert, womit sich die Konstellation auf 126 Satelliten vergrößert hat. Produziert wurden die Kleinsatelliten von der Innovationsakademie für Mikrosatelliten, einem Institut der chinesischen Akademie der Wissenschaften (IAMCAS: Innovation Academy for Microsatellites of Chinese Academy of Sciences(öffnet im neuen Fenster)).
Ausbau des Qianfan-Netzwerkes ins
Das Unternehmen Shanghai Spacesail Technologies – weswegen das Netzwerk auch Spacesails genannt wird – betreibt die Konstellation. Für das Jahr 2026 sind insgesamt 324 neue Satelliten geplant, ebenso für das Jahr 2027. Während der Jahre 2028 und 2029 sollen jeweils 4.000 Internetsatelliten gestartet werden, gefolgt von weiteren 5.000 Satelliten im Jahr 2030. Derzeit ist der Betrieb von 15.000 Qianfan-Satelliten genehmigt.
Der Launch erfolgte(öffnet im neuen Fenster) von der privatwirtschaftlich genutzten Startrampe 1 auf der kommerziellen Raumstartanlage Wenchang auf der Insel Hainan im Südchinesischen Meer. Die staatliche Langer-Marsch-8-Rakete hob um 15:32 Uhr MESZ ab. Das ist der erste Start der Satellitenserie seit sieben Monaten.
Jeder Qianfan-Satellit wiegt schätzungsweise 300 Kilogramm, gestaltet im Flat-Pack-Design mit einem einzigen Solarpanel, damit möglichst viele Satelliten in zwei parallelen Stapeln in die Raketenverkleidung passen. Für Manöver im Orbit verfügt jeder Satellit über ein elektrisches Hall-Effekt-Triebwerk, das Krypton verbrennt und einen Schub von 20 Millinewton erzeugt, bei einem spezifischen Impuls von 1.385 Sekunden.
Krypton wird in der Raumfahrtindustrie als Treibstoff für Ionentriebwerke verwendet und ist die kostengünstige Alternative zu Xenon – was jedoch viel häufiger für diese Art von Triebwerkstechnologie genutzt wird.



