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QF-16: Boeing baut Kampfflugzeug zur Drohne um

Boeing hat mehrere außer Dienst gestellte Kampfflugzeuge zu Drohnen für realistisches Kampftraining umgebaut. Piloten der US-Luftwaffe sollen gegen die unbemannten Flugzeuge Luftkampfmanöver fliegen.
/ Werner Pluta
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Drohne QF-16: seit 15 Jahren auf dem Flugzeugfriedhof (Bild: Boeing)
Drohne QF-16: seit 15 Jahren auf dem Flugzeugfriedhof Bild: Boeing

Der US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern Boeing hat ja schon einige Drohnen gebaut: die mit Wasserstoff betriebene Phantom Eye beispielsweise, den Robocopter A160T Hummingbird oder die streng geheime Weltraumdrohne X-37B Orbital Test Vehicle , die schon 15 Monate lang um die Erde gekreist ist. Gemeinsam ist ihnen, dass sie als unbemannte Fluggeräte (Unmanned Aerial Vehicle) entwickelt wurden. Boeings neue Drohne hingegen war einmal ein bemanntes Flugzeug.

Drohne QF-16 – Boeing
Drohne QF-16 – Boeing (03:55)

Boeing hat mehrere Kampfflugzeuge vom Typ F-16 Fighting Falcon(öffnet im neuen Fenster) des US-Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Lockheed Martin zu UAVs umfunktioniert. Sie wurden so modifiziert, dass sie vom Boden aus ferngesteuert werden können. Die als Boeing QF-16 bezeichneten Drohnen sollen als Ziele für Luftkampfmanöver eingesetzt werden. Sechs F-16 sind zu UAVs umgebaut worden.

Erstflug der QF-16

In der vergangenen Woche hat Boeing eine QF-16 zum ersten Mal starten lassen, wie das Unternehmen jetzt erst mitgeteilt hat(öffnet im neuen Fenster) . Die QF-16 war vom Luftwaffenstützpunkt Tyndall im US-Bundesstaat Florida aus gestartet. Gesteuert wurde die Drohne von zwei Piloten auf dem Stützpunkt.

Sie ließen die Drohne bis in eine Höhe von 12.200 Metern aufsteigen. Die Höchstgeschwindigkeit betrug Mach 1,47 – das entspricht etwa 1.800 Kilometern pro Stunde. Daneben flogen sie auch diverse Luftkampfmanöver wie eine Fassrolle(öffnet im neuen Fenster) oder ein Split S(öffnet im neuen Fenster) . Bei diesen Manövern seien Kräfte von 7 g aufgetreten. Möglich seien aber Manöver mit Kräften bis zu 9 g. Solche Kräfte können Menschen nur schwer aushalten.

Aus Sicherheitsgründen wurde die QF-16 bei ihrem Flug über dem Golf von Mexiko von zwei bemannten Flugzeugen begleitet. Das UAV hatte zudem einen Selbstzerstörungsmechanismus an Bord, der betätigt worden wäre, wenn die Drohne außer Kontrolle geraten wäre.

Veraltete Drohne

Zuvor hatte die US-Luftwaffe Luftkampfübungen mit der Drohne QF-4(öffnet im neuen Fenster) durchgeführt, einer umgebauten McDonnell F-4 Phantom II(öffnet im neuen Fenster) , das Flugzeug stammt jedoch aus den späten 1950er Jahren. Die QF-16 stelle ein Ziel dar, das sich eher wie aktuelle Kampfflugzeuge verhalte, erkläre Boeing.

Boeing will ab Ende des Jahres QF-16 bauen. Die F-16 stammen vom Flugzeugfriedhof auf dem Luftwaffenstützpunkt Davis-Monthan(öffnet im neuen Fenster) bei Tucson im US-Bundesstaat Arizona und sind seit Jahren nicht mehr im Einsatz. Die erste QF-16 etwa war vor 15 Jahren außer Dienst gestellt worden.


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