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Qarnot Q.rad: Drei Ryzen-CPUs bilden eine Heizung

Das französische Unternehmen Qarnot wechselt bei seinem Q.rad genannten Heizungscomputer von Intel- auf AMD-Chips. Künftig stecken darin drei achtkernige Ryzen , die etwa an 3D-Rendering rechnen und gleichzeitig Räume wärmen.
/ Marc Sauter
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Q.rad (Bild: Qarnot)
Q.rad Bild: Qarnot

Qarnot hat angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , den Q.rad künftig auch mit AMD-Prozessoren auszustatten. So heißt die mit dem Internet verbundene Workstation der Franzosen, auf der mit Blender gerendert und gleichzeitig das Büro geheizt wird. Bisher setzen vor allem Unternehmen aus den Bereichen 3D-Rendering und Finanzwesen auf die Q.rad-Systeme, etwa die BNP Paribas - eine der größten Banken Europas. Die Ryzen-Pro-basierten Q.rad mit 1.500 CPUs sollen in einem sozialen Wohnungsbau in Bordeaux verbaut werden.

AMD zeigt Qarnot Q.rad
AMD zeigt Qarnot Q.rad (03:10)

Laut Qarnot kann ein Q.rad bis zu 250 Quadratfuß beheizen, was rund 23 Quadratmetern entspricht. Jedes System integriert drei CPUs, es werden Ryzen Pro 1700X mit acht Kernen und 32 GByte DDR4 verwendet. Das System soll 500 Watt an thermischer Verlustleistung aufweisen - angesichts der verbauten Komponenten ist das realistisch. Die Kühlung erfolgt logischerweise passiv.

Mehr Leistung als mit Intel-Chips

Jeder Q.rad ist per Gigabit-Ethernet mit der Außenwelt verbunden, da die 27 kg schweren Rechner als Cloud-Nodes verwendet werden. Hinzu kommt WLAN für mobile Geräte, die sich überdies drahtlos aufladen lassen. Die Systeme weisen eine Vielzahl an Sensoren auf und werden mit einer App-Steuerung ausgeliefert. Da Qarnot auch Projekte wie BOINC unterstützt, soll jederzeit genügend Rechenlast zur Wärmegenerierung vorhanden sein.

Gründe für den Wechsel auf Ryzen Pro nennt Qarnot mehrere: Die Chips seien bei gleicher thermischer Verlustleistung in Blender zwischen 35 und 45 Prozent schneller als die bisher verbauten Intel-Chips. Die Angabe von 4 GHz verweist auf die älteren Core i7-6700K vom Sommer 2015. Ebenfalls interessant sei die TSME (Transparent Secure Memory Encryption - siehe PDF(öffnet im neuen Fenster) ), welche den Arbeitsspeicher verschlüsselt und die Fernwartungsschnittstelle Dash ( Desktop and mobile Architecture for System Hardware(öffnet im neuen Fenster) ).


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