Pyur: Tele Columbus setzt auf Fiber To The Building

Tele Columbus geht einen Schritt nach vorn und setzt auf Glasfaserausbau seiner Netze. Diese wolle man für andere Partner öffnen.

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Tele-Columbus-Chef Timm Degenhardt spricht in Berlin (2. v. r.)
Tele-Columbus-Chef Timm Degenhardt spricht in Berlin (2. v. r.) (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber will ein Glasfasernetz bis ins Gebäude und weiter errichten. Das sagte Tele-Columbus-Chef Timm Degenhardt am 13. November 2019 auf dem Cable Congress in Berlin. "Es gibt eine große Nachfrage nach noch schnelleren Netzwerken. Wir erweitern unsere Netzwerke zu Fiber To The Building, um die langfristigen Verträge mit den Wohnungsgesellschaften zu erneuern". Nach den Worten von Degenhardt sei der nächste Schritt für das Unternehmen "Glasfaser bis in die Wohnung".

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Die Ende Oktober angekündigte Kooperation mit Telefónica Deutschland, das im Netz des Kabelnetzbetreibers Internetzugänge mit einer Datenrate von bis zu 1 GBit/s anbieten will, sei "für uns eine sehr große Sache", sagte Degenhardt. "Die Telefónica hat den Wert unserer Netzwerke erkannt. Neue Kunden wählten sehr viel höhere Datenraten. Unsere Netzwerke sind in der Lage, dies besser als ein Kupfernetzwerk zu liefern." Auch technisch sei die Öffnung der Kabelnetze etwas Neues und eine Herausforderung, erklärte Degenhardt.

Diese Kooperation sei Teil der Strategie, die Netzwerke von Tele Columbus in den nächsten fünf bis zehn Jahren für andere Marktteilnehmer zu öffnen.

Degenhardt: "Wir sehen für uns 5G als eine große Gelegenheit beim Backhaul. Jede Funkzelle braucht das." Für die Indoor-Versorgung in die Tiefe halte er 5G als weniger geeignet, sondern eher eine Kombination von Kabel und Glasfaser.

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Das britische Magazin Tmtfinance hatte berichtet, dass Tele Columbus plane, sein Geschäft in eine Netzwerkeinheit und eine Serviceeinheit aufzuteilen, um die neu geschaffene Netzwerkgesellschaft zu verkaufen. Die US-Bank Goldman Sachs sei von Tele Columbus mit der Vorbereitung beauftragt worden und sollte dabei Milliarden Euro einnehmen.

Im April 2019 hatte Tele Columbus bestätigt, "dass sie gegenwärtig wertsteigernde Optionen im Rahmen des Glasfaserausbaus in Deutschland prüft. Dies schließt auch eine potentielle neue Struktur der Gruppe mit ein, die die Beteiligung eines Investors an den Netzen von Tele Columbus ermöglichen würde." Die Evaluierung befinde sich noch in einem frühen Stadium und es seien noch keine Entscheidungen getroffen worden.

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