Pyur: Deutlich höhere Netzauslastung bei Tele Columbus

Tele Columbus sieht eine höhere Netzauslastung und stetige Steigerung beim Datenvolumen. Das gab der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber Deutschlands am 20. April 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "Die aktuellen Zahlen belegen, dass bei unseren Kunden ein deutlicher Trend hin zu höheren Bandbreiten besteht. Über 70 Prozent der im vierten Quartal 2020 neu gewonnenen Kunden surfen bereits mit Geschwindigkeiten im Bereich von 200 MBit/s" , sagte Stefan Riedel, Chief Consumer Officer bei Tele Columbus. Diese Entwicklung bestärke den Kabelnetzbetreiber in dem Vorhaben, das Netz glasfaserbasiert weiter auszubauen.
Rund sieben von zehn Neukunden bei Tele Columbus buchen gegenwärtig Datenraten von 200 MBit/s oder höher. Das sind 16,3 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Ende 2019 buchte lediglich jeder zweite Kunde Datenraten von 200 MBit/s oder höher. Geringere Bandbreitenklassen werden immer weniger genutzt. Allerdings bietet Tele Columbus derzeit nur Tarife mit 1 GBit/s, 400 MBit/s, 200 MBit/s und dann gleich nur noch 20 MBit/s.
Tele Columbus: Fiber-Strategie, aber noch kaum Docsis 3.1.
Tele Columbus will bestehende Fiber-To-The-Building-Zugänge als FTTH (Fiber To The Home) ausbauen. "Wo heute die Glasfaser bereits bis in die Keller reicht, setzt Tele Columbus auf eine Vollglasfaserversorgung bis in die Wohnungen hinein (FTTH)" , erklärte das Unternehmen Ende März 2021.
Sonst müsse die Glasfaser zumindest im Gebäude enden (FTTB). "In den kommenden zehn Jahren wollen wir etwa zwei Milliarden Euro investieren, um diese Ausbauziele zu erreichen. Damit erhöhen wir unter anderem die Bau- und Installationskapazitäten" , erklärte Tele Columbus zu seiner Fiber-Strategie. Doch gegenwärtig liegt Tele Columbus selbst beim Ausbau von Docsis 3.1 weit zurück. "Docsis 3.1 wird verstärkt kommen" , sagte Tele-Columbus-Sprecher Sebastian Artymiak Golem.de auf Anfrage.