Python: Pypy 2.0 unterstützt Stackless
Der in Python geschriebene Python-Interpreter Pypy 2.0(öffnet im neuen Fenster) unterstützt nun auch Stackless Python(öffnet im neuen Fenster), womit Micro-Threads ausgeführt werden können. Unterstützt werden damit explizit auch die sogenannten Greenlets(öffnet im neuen Fenster), mit denen es möglich ist, zu kontrollieren, wann Code ausgeführt wird. Für die Netzwerk-Bibliothek Gevent(öffnet im neuen Fenster) müssen Pypy-Nutzer jedoch eine speziell angepasste Version verwenden.
Damit Stackless funktioniert, haben die Entwickler den Just-In-Time-Compiler umgebaut. Dieser erzeugt nun Maschinencode der Frames in einem Heap verändert statt wie bisher in einem Stack. Zukünftig könnte diese Vorgehensweise Pypy sogar weiter beschleunigen. Entsprechende Anpassungen hat das Team aber noch nicht vorgenommen.
Pypy beinhaltet nun außerdem die Bibliothek Cffi 0.6(öffnet im neuen Fenster) als eingebautes Modul. Cffi ist eine Schnittstelle, die den Aufruf von C-Code aus einer Python-Anwendung heraus erlaubt. Cffi existiert auch für die Referenzimplementierung CPython, und beide Versionen sollten laut Aussage der Entwickler kompatibel zueinander sein. Zudem werden Rückruffunktionen (Callbacks) aus C-Code nun auch Just-In-Time kompiliert.
Darüber hinaus wurden die Numpypy-Array-Klassen überarbeitet und die Stabilität soll insgesamt verbessert worden sein. Der unter MIT-Lizenz veröffentlichte Interpreter Pypy steht für Windows, Mac OS X und Linux zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.
Unter Linux kann Pypy 2.0 auch auf der ARM-Architektur genutzt werden. Die Entwickler stufen dies jedoch noch als experimentelle Alpha-Version ein. Für Interessierte stellen die Entwickler dennoch Binär-Dateien bereit. Dazu zählt auch ein Paket für die Raspbian-Distribution für das Raspberry Pi.
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