Abo
  • Services:

Pyeongchang: Olympic Destroyer ist eine lernende Malware

Die bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang eingesetzte Malware kann lernen - und gibt ihr Wissen an andere Installationen weiter. Die Schadsoftware ist darauf ausgerichtet, Windows-Systeme unbenutzbar zu machen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Olympische Feuer
Das Olympische Feuer (Bild: Clive Mason/Getty Images)

Eine Malware, die bei den Olympischen Spielen offenbar den Ausfall technischer Systeme bei der Eröffnungsfeier verursacht hat, soll auf den befallenen Rechnern nach Zugangsdaten suchen und bestehende Installationen mit den Informationen aktualisieren. Über den Verbreitungsweg ist nach Angaben von Ciscos Talos-Team bislang nichts bekannt.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Frankfurt am Main
  2. e-das GmbH, Winterbach

Die Malware wird offenbar über mehrere Stufen auf dem System installiert, wobei für die erste Infektionsdatei ein zufälliger Dateiname verwendet wird. Nach Angaben von Talos sind die Hashes mehrerer untersuchter Dateien aber identisch.

Die Malware versucht, sich im Netzwerk auszubreiten. Dazu wird zunächst die ARP-Tabelle von Windows durchsucht, außerdem wird versucht, über die Windows-Management-Instrumentation alle Rechner in der befallenen Domäne aufzulisten.

Malware kopiert Passwörter

Die Malware nutzt zwei Mechanismen, um Passwörter auszulesen. Einerseits werden im Browser gespeicherte Passwörter heruntergeladen. Unterstützt werden dabei der Internet Explorer, Firefox und Chrome. Außerdem werden auch Systemlogins ausgelesen, dazu wird LSASS mit einem Mechanismus abgefragt, der nach Angaben von Talos Mimikatz ähnelt. Die Liste der kopierten Zugangsdaten wird dann an den Command-and-Control-Server weitergegeben, der bestehende Installationen der Malware mit der aktuellen Liste versorgt.

Im nächsten Schritt versucht die Malware, die aktuelle Installation unbenutzbar zu machen. Dafür werden über die Windows-Kommandozeile cmd.exe zunächst mehrere Dateien verändert, um die Nutzung der Wiederherstellungskonsole von Windows zu erschweren. Außerdem wird der Wert für alle auf dem System laufenden Prozesse in der ChangeServiceConfigW-API auf 4 gesetzt - damit werden die Prozesse beim Start nicht mehr geladen. Anschließend wird das System heruntergefahren.

Zwischenzeitlich hat die Malware dazu geführt, dass die Webseite der Olympischen Spiele nicht mehr funktionierte, auch das WLAN im Olympiastadion funktionierte bei der Eröffnungsfeier nicht zuverlässig. Der Ausfall der Webseite führte dazu, dass einige Besucher keine Tickets mehr ausdrucken konnten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 39,99€ (Release 14.11.)
  2. 4,99€
  3. 4,99€
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 14.11.)

Proctrap 15. Feb 2018

es macht auch nicht viel unterschied, ob ich erst Nutzer x und dann root mache oder...

Truster 15. Feb 2018

Windows 7 kannte noch kein UEFI Boot, in deiner besagten Partition ist nur der Windows...

Truster 15. Feb 2018

Na Sicher!

kotap 15. Feb 2018

Dev Clusterfuck -> Anwaltssoftware für Email -> Problem für Kunden da -> Check APT...


Folgen Sie uns
       


Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 2)

In Teil 2 unseres Livestreams wächst nicht nur unsere Party, sondern es gibt auch beim Endkampf jede Menge Drama, Wut und Liebe im Chat.

Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 2) Video aufrufen
Xilinx-CEO Victor Peng im Interview: Wir sind überall
Xilinx-CEO Victor Peng im Interview
"Wir sind überall"

Programmierbare Schaltungen, kurz FPGAs, sind mehr als nur Werkzeuge, um Chips zu entwickeln: Im Interview spricht Xilinx-CEO Victor Peng über überholte Vorurteile, den Erfolg des Interposers, die 7-nm-Fertigung und darüber, dass nach dem Tape-out der Spaß erst beginnt.
Ein Interview von Marc Sauter

  1. Versal-FPGAs Xilinx macht Nvidia das AI-Geschäft streitig
  2. Project Everest Xilinx bringt ersten FPGA mit 7-nm-Technik

Kaufberatung: Der richtige smarte Lautsprecher
Kaufberatung
Der richtige smarte Lautsprecher

Der Markt für smarte Lautsprecher wird immer größer. Bei der Entscheidung für ein Gerät sind Kaufpreis und Klang wichtig, ebenso die Wahl für einen digitalen Assistenten: Alexa, Google Assistant oder Siri? Wir geben eine Übersicht.
Von Ingo Pakalski

  1. Amazon Alexa Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass
  2. Beosound 2 Bang & Olufsen bringt smarten Lautsprecher für 2.000 Euro
  3. Google und Amazon Markt für smarte Lautsprecher wächst weiter stark

Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

    •  /