Abo
  • IT-Karriere:

Purism Librem 5: Das Linux-Smartphone bekommt drei besondere Schalter

Es gibt neue Details zum Smartphone Librem 5 von Purism: Es soll Privatsphäre durch drei Hardware-Schalter schaffen. Das kann etwas unbequem sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Linux-Smartphone Librem 5
Das Linux-Smartphone Librem 5 (Bild: Purism)

Purism will die Privatsphäre von Smartphone-Nutzern verbessern: Der Hersteller hat angekündigt, dafür das in Entwicklung befindliche freie Linux-Smartphone Librem 5 mit drei Hardwareschaltern zu versehen. Mit diesen können WLAN und Bluetooth, Kamera und Mikrofon sowie die Mobilfunkfunktion ein- und ausgeschaltet werden. Sind alle drei Funktionen ausgeschaltet, aktiviert sich ein spezieller Sperrmodus. Das könnte zu Problemen bei der Offline-Navigation führen.

Stellenmarkt
  1. Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering gGmbH, Potsdam
  2. Alfred Kärcher SE & Co. KG, Winnenden

Für mehr als drei Schalter sei bei einem modernen Smartphone-Design kein Platz - so das Fazit von Purism. Daher hat das Unternehmen auf zwei Schalter zwei Funktionen gelegt. Ein Schalter schaltet Kamera und Mikrofon an- oder ab - zugleich. Da das Mikrofon aber beim Telefonieren benötigt wird, wird sich der Librem-5-Besitzer also angewöhnen müssen, für ein Telefonat den Schalter für Kamera/Mikrofon umzulegen, falls er beides standardmäßig abgeschaltet hat.

Ein zweiter Schalter übernimmt die Steuerung von WLAN und Bluetooth. Wer also etwa Bluetooth für ein Headset nutzen will, dabei aber kein WLAN aktiviert haben möchte, kann den Schalter nicht nutzen. Er kann aber WLAN und Bluetooth wie bei anderen Smartphones über Software-Schalter einzeln steuern.

Schalter aus, Sperrmodus an

Purism sieht den Haupteinsatzzweck des WLAN-Bluetooth-Schalters für Nutzer, die beide Funktionen abschalten, um so externe Attacken auf das Smartphone und eine ungewollte Ortung zu unterbinden. Der einzige Schalter, der nur eine Funktion bedient, ist der für das Abschalten der Mobilfunkeinheit. Auch dabei geht es darum, eine ungewollte Ortung zu verhindern.

Wenn alle drei Funktionen mittels Schalter deaktiviert sind, wird das Smartphone in einen Sperrmodus versetzt, bei dem alle übrigen Sensoren abgeschaltet werden. Das betrifft Ortungsfunktionen über GPS, aber auch Umgebungs- und Näherungssensoren. In diesem Betriebsmodus ist nicht einmal eine Offline-Navigation mit dem Smartphone möglich. Denn in diesem Modus soll sich aus Sicherheitsgründen auch mittels Software keiner der Sensoren oder Funktionen einschalten lassen.

Offline-Navigation ebenfalls gesperrt

Damit das Smartphone zumindest für Offline-Navigation verwendet werden kann, muss mindestens ein beliebiger Schalter aktiviert sein. Wer also eine Ortung über Mobilfunkmasten oder WLAN-Netzwerke verhindern will und diese Funktionen per Schalter deaktiviert, kann eine Offline-Navigation nur durchführen, indem Kamera und Mikrofon eingeschaltet werden. Dann kann über Software-Funktionen die GPS-Ortung aktiviert werden.

Das Smartphone Librem 5 ist noch in Entwicklung und soll im dritten Quartal 2019 erscheinen. Kürzlich gab es einige Änderungen an der Hardware-Ausstattung und Anfang März 2019 verkündete Purism, dass sie mit Pure OS ein konvergentes Betriebssystem verwenden. Das heißt, dieselbe Anwendung oder dasselbe System läuft sowohl auf den Librem-Notebooks als auch auf dem Librem 5 ohne weitere Einschränkungen. Die Oberfläche passt sich an die unterschiedlichen Formfaktoren an.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. WD Elements Desktop 4 TB für 82,99€)
  2. mit Rabatt auf Monitore, SSDs, Gehäuse und mehr
  3. (u. a. The Legend of Zelda, Super Smash Bros. Ultimate)
  4. 9,90€ (Release am 22. Juli)

slacki 21. Mär 2019 / Themenstart

Ich nutze Office 365 (lokale Installation) unter Linux, danks CrossOver. Tut soweit was...

teleborian 20. Mär 2019 / Themenstart

Wenn man schon solche Schalter einbaut, dann würde ich Schalter unter dem Cover beim Akku...

blubby666 18. Mär 2019 / Themenstart

ich hoffe auf fedora. debian ist einfach zu langlebig. Für tägliche nutzung möchte man...

blubby666 18. Mär 2019 / Themenstart

Sollte das OS wirklich konvergent sein, wäre es denkbar dann auch Dockingstations...

sambache 18. Mär 2019 / Themenstart

Bei diesem Smartphone kannst du als Besitzer bestimmen, mit wem es kommuniziert. Das ist...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Intel NUC8 (Crimson Canyon) - Test

Der NUC8 alias Crimson Canyon ist der erste Mini-PC mit einem 10-nm-Chip von Intel. Dessen Grafikeinheit ist aber deaktiviert, weshalb Intel noch eine Radeon RX 540 verlötet. Leider steckt im System eine Festplatte, weshalb der NUC8 sehr träge reagiert und vergleichsweise laut wird.

Intel NUC8 (Crimson Canyon) - Test Video aufrufen
Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln
  2. Wasserkühlung erforderlich Leistungshunger von Auto-Rechnern soll stark steigen
  3. Waymo One Lyft vermittelt Waymos autonome Taxis

Mordhau angespielt: Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
Mordhau angespielt
Die mit dem Schwertknauf zuschlagen

Ein herausfordernd-komplexes Kampfsystem, trotzdem schnelle Action mit Anleihen bei Chivalry und For Honor: Das vom Entwicklerstudio Triternion produzierte Mordhau schickt Spieler in mittelalterlich anmutende Multiplayergefechte mit klirrenden Schwertern und hohem Spaßfaktor.
Von Peter Steinlechner

  1. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  2. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

    •  /