Abo
  • Services:
Anzeige
Joachim Gauck mit Barack Obama
Joachim Gauck mit Barack Obama (Bild: Wolfgang Rattay/Reuters)

Edward Snowden Bundespräsident hat für "puren Verrat kein Verständnis"

In einem Interview hat Joachim Gauck über den Whistleblower Edward Snowden gesprochen. Für "puren Verrat" habe er "kein Verständnis." Der öffentliche Dienst brauche Vertrauenswürdigkeit, sagte Gauck.

Anzeige

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich im ZDF am Samstag zu dem Whistleblower Edward Snowden geäußert. Für "puren Verrat oder die Überschreitung von Verpflichtung, die man selber eingegangen ist und mit seiner Unterschrift besiegelt hat, dafür habe ich kein Verständnis." Der öffentliche Dienst müsse auf Vertrauenswürdigkeit setzen, sagte Gauck in dem Video ab Minute 12:50.

Gauck forderte Informationen dazu, welchen Rechtsbruch Snowden denn aufgedeckt habe. "Dann wächst mein Verständnis für solche einzelne Personen."

Das ZDF-Interview wurde am 29. Juni 2013 aufgezeichnet, noch bevor bekanntwurde, wie der US-Geheimdienst Metadaten in Deutschland ausspioniert. Gauck erklärte danach über eine Sprecherin, "eine rasche Aufklärung" sei "unverzichtbar".

Die stellvertretende CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär erklärte am 1. Juli 2013, Überwachung durch Programme wie Prism und Tempora "gefährdet das Vertrauen der Menschen in die Politik in einem Maße, das Potenzial hat, eine ganze Gesellschaft zu verändern."

Die NSA überwacht massenhaft Telefon- und Internetverbindungsdaten auch in Deutschland. Das geht aus internen Dateien des Geheimdienstes hervor. Monatlich werden demnach 500 Millionen E-Mails, SMS oder Chats in Deutschland bespitzelt. Frankfurt wird in den geheimen NSA-Unterlagen als Basis in Deutschland aufgeführt.

Betreibergesellschaft: Daten können an De-Cix nicht ausgespäht werden

Die Betreibergesellschaft des Internetknotens De-Cix hält einen Abgriff der Daten an ihrem Knoten für unmöglich. "Wir können ausschließen, dass ausländische Geheimdienste an unsere Infrastruktur angeschlossen sind und Daten abzapfen", sagte der Geschäftsführer der De-Cix Management, Harald Summa, der Leipziger Volkszeitung. "Den Zugang zu unserer Infrastruktur stellen nur wir her, und da kann sich auch niemand einhacken." Summa schloss aber nicht aus, dass der US-Geheimdienst NSA Frankfurt als lohnendes Ziel betrachte: "500 bis 600 Netze sind hier vertreten, 35 Rechenzentren. Irgendwo hier wird vermutlich auch die NSA zugreifen, denn die Attraktivität für den Dienst liegt auf der Hand."

Summa: "Es ist schon erschreckend, in welcher Form Geheimdienste - vor allem ausländische - die Verbindungsdaten abschöpfen. Ich hätte es selbst nicht für möglich gehalten."


eye home zur Startseite
M.P. 04. Jul 2013

Wer nach allen Seiten offen ist, ist nicht ganz dicht ;-)

M.P. 04. Jul 2013

Ob manche IT-Kräfte *Netto* viel mehr verdienen, wenn man ihr Gehalt durch die...

reddox 02. Jul 2013

...meinerseits. So wie ich das hier beobachte sind alle Grundsätzlich gegen Prism. Nun...

User2 02. Jul 2013

das hast du schön gesagt :-) Aber fairplay gegenüber Höhergestellten " menschen"? bzw...

Crapple 02. Jul 2013

Ja ist es, siehe Horst Köhler und dessen Äußerungen über sicherheitspolitische...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München
  2. Virtual Solution AG, München
  3. Continental AG, München
  4. Robert Bosch Start-up GmbH, Renningen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)
  2. (u. a. John Wick, Pulp Fiction, Leon der Profi, Good Will Hunting)

Folgen Sie uns
       


  1. MacOS 10.13

    Apple gibt High Sierra frei

  2. WatchOS 4.0 im Test

    Apples praktische Taschenlampe mit autarkem Musikplayer

  3. Werksreset

    Unitymedia stellt Senderbelegung heute in Hessen um

  4. Aero 15 X

    Mehr Frames mit der GTX 1070 im neuen Gigabyte-Laptop

  5. Review Bombing

    Valve verbessert Transparenz bei Nutzerbewertungen auf Steam

  6. Big Four

    Kundendaten von Deloitte offenbar gehackt

  7. U2F

    Yubico bringt winzigen Yubikey für USB-C

  8. Windows 10

    Windows Store wird zum Microsoft Store mit Hardwareangeboten

  9. Kabelnetz

    Eazy senkt Preis für 50-MBit/s-Zugang im Unitymedia-Netz

  10. Nintendo

    Super Mario Run wird umfangreicher und günstiger



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Unterwegs auf der Babymesse: "Eltern vibrieren nicht"
Unterwegs auf der Babymesse
"Eltern vibrieren nicht"
  1. Optimierungsprogramm Ccleaner-Malware sollte wohl Techkonzerne ausspionieren
  2. Messenger Wire-Server steht komplett unter Open-Source-Lizenz
  3. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack

E-Paper-Tablet im Test: Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
E-Paper-Tablet im Test
Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
  1. Smartphone Yotaphone 3 kommt mit großem E-Paper-Display
  2. Display E-Ink-Hülle für das iPhone 7

Watson: IBMs Supercomputer stellt sich dumm an
Watson
IBMs Supercomputer stellt sich dumm an
  1. IBM Watson soll auf KI-Markt verdrängt werden
  2. KI von IBM Watson optimiert Prozesse und schließt Sicherheitslücken

  1. Re: Breitbandatlas & Afd hochburgen

    Ufologe | 22:57

  2. hat es schon...

    Rulf | 22:53

  3. Re: Wozu IT

    pommesmatte | 22:47

  4. Re: Nutzen von ECC?

    tha_specializt | 22:37

  5. Re: Der Preis war schon damals ok

    Topf | 22:36


  1. 19:40

  2. 19:00

  3. 17:32

  4. 17:19

  5. 17:00

  6. 16:26

  7. 15:31

  8. 13:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel