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Der dedizierte 5.1-Mix von Coldplays A Headfull of Dreams spielt viel mit den Surround-Kanälen.
Der dedizierte 5.1-Mix von Coldplays A Headfull of Dreams spielt viel mit den Surround-Kanälen. (Bild: Andreas Sebayang)

Pure Audio: Blu-ray-Audioformate kommen nicht aus der Nische

Der dedizierte 5.1-Mix von Coldplays A Headfull of Dreams spielt viel mit den Surround-Kanälen.
Der dedizierte 5.1-Mix von Coldplays A Headfull of Dreams spielt viel mit den Surround-Kanälen. (Bild: Andreas Sebayang)

Das als Blu-ray Pure Audio, Pure Audio Blu-ray oder auch High Fidelity Pure Audio bekannte dedizierte Blu-ray-Audioformat wird kaum öfter verkauft werden als die alte Super Audio CD. Es gibt zu wenig Software und immer noch keine Einigung über das Aussehen der Audio-Blu-rays.
Von Andreas Sebayang

Als wir per Zufall im Juni 2013 auf der Classical Next in Wien die Pure Audio Blu-ray entdeckten und ausprobierten, war das System noch im Aufbau. Verschiedene Musiklabels wollten einen Nachfolger der Super Audio CD (SACD) auf den Markt bringen, der den Vorteil einer breit installierten Hardwarebasis nutzen sollte: Alles, was der Anwender zum Abspielen dieser Discs benötigt, ist ein normaler Blu-ray-Player. Dafür gibt es dann wie bei der SACD Raumklang und eine hohe Auflösung der Musik. Doch die Teilnehmer haben so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Trotz bester Voraussetzungen.

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  • Die Tonauswahl der Blu-ray-Disc von Coldplay ist ohne Fernseher nicht direkt erreichbar und damit den HFPA-Discs ähnlich. (Foto: Andreas Sebayang)
  • Die Coldplay-Disc gehört zu den wenigen modernen Audio-Blu-rays, die die Surround-Anlage gezielt ansprechen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hatte nie eine Chance, obwohl DVD-Player verbreitet sind: die DVD-Audio. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Super Audio CD war erfolgreicher und Goldfrapp benutzt bewusst die Surround-Anlage. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Typisch für die SACD: entweder Stereo wie bei Norah Jones oder ein Upmix alter Aufnahmen (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • 2L gehört zu den Labels, die SACD und Pure Audio in einer Packung anbieten. Hier im typischen Pure-Audio-Design. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Klassische Musik per Pure Audio gibt es manchmal im 2222+-Tonformat. Das Pure-Audio-Design gab es damals noch nicht. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Zwei Stereo-HFPAs. Die Rolling-Stones-Disc hat gleich 50 Tracks auf der Scheibe. Das Packungsdesign und die Bedienung unterscheiden sich von PABDs. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Die Tonauswahl der Blu-ray-Disc von Coldplay ist ohne Fernseher nicht direkt erreichbar und damit den HFPA-Discs ähnlich. (Foto: Andreas Sebayang)


Die Ausgangsbasis für die Einführung eines neuen Blu-ray-Audioformats war denkbar günstig: Die Hardwarebasis für die neuen Discs war in vielen Haushalten bereits vorhanden; anders als SACD-Player sind Blu-ray-Player ziemlich verbreitet. Mit dem Blu-ray-Audio-Format war außerdem die notwendige Software vorhanden. Doch die Probleme gingen schon bei der Benennung des neuen Formats los.

Chaos schon bei der Namensfindung

Die Teilnehmer konnten sich nicht auf einen Begriff für das neue Audiomedium einigen. Die Pure-Audio-Gruppe konkurrierte als PABD oder BDPA gegen die High Fidelity Pure Audio (HFPA) von Universal. Die Verpackungen beider Systeme sind unterschiedlich designt und die Steuerung ist ebenfalls verschieden. Während die PABD auch ohne Fernseher funktioniert, sofern der Blu-ray-Player ein Display hat, war das bei der HFPA nicht der Fall. Zudem funktionierte das Marketing nicht. Die Teilnehmer zeigten praktisch kein Interesse daran, das Format bekanntzumachen.

Das Ergebnis: Selbst Presseansprechpartner von Universal wussten damals nichts über das neue Format, das schon seit Monaten in Frankreich im Handel war und offiziell im September 2013 in Deutschland erschien - allerdings ohne den Versuch, das Format auf der Technikmesse Ifa in Berlin vorzustellen und zu bewerben.

Das Marketing ist bis heute nicht besser geworden. Zwar wurde zwischenzeitlich vermeldet, dass sich Sony für die BAPD entschieden hat, aber dabei blieb es. Mittlerweile ist die Webseite der Interessenvertretung der PABD praktisch stillgelegt. Noch immer werden lediglich 40 Titel als Referenz angegeben. Ähnlich peinlich ist die Präsenz der HFPA. Außer in einer Facebook-Gruppe existiert das Format eigentlich nicht mehr.

Wenige Audio-Blu-rays spielen mit den Surround-Kanälen 

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ecv 20. Feb 2017

Warten wir noch zehn Jahre, dann geht das bestimmt ;-)

mac4ever 20. Feb 2017

Ich hatte mir mal die Tommy-Oper der Who als 5.0-BD gegönnt. Es war eine einzige...

derdiedas 20. Feb 2017

Weitestgehend stimme ich Dir zu, nur nicht bei der Bandbreite zum Internet. Dabei ist...

bccc1 19. Feb 2017

Nur wenn man FIR Filter einsetzt, was mehrere Nachteile mit sich bringt und selten...

Berner Rösti 18. Feb 2017

Die allermeisten geben sich doch bereits mit komprimierten Datenformaten zufrieden.



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