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Pulsar: Nvidia schärft Bewegungen mit G-Sync-Hintergrundbeleuchtung

CES 2026
DLSS Das neue G-Sync Pulsar steuert die Hintergrundbeleuchtung. In Counter-Strike 2 & Co. wirken Bewegungen klarer, auch bei schwankenden Bildraten.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Nvidia G-Sync Pulsar (Bild: Nvidia)
Artwork von Nvidia G-Sync Pulsar Bild: Nvidia

Auf der CES 2026 hat Nvidia(öffnet im neuen Fenster) eine neue Technik namens G-Sync Pulsar vorgestellt. Es soll auf Gaming-Monitoren die Bewegungsdarstellung verbessern. Pulsar ist kein Nachfolger für das altbekannte G-Sync, sondern so etwas wie die nächste Ausbaustufe.

Alles, was G-Sync bisher macht, bleibt: das Synchronisieren von GPU und Panel zur Vermeidung von Tearing. Hinzukommt eine präzise Steuerung der Hintergrundbeleuchtung, die mit der variablen Bildrate gekoppelt ist. Laut Nvidia entsteht dadurch eine wahrgenommene Bewegungsschärfe, die etwa viermal höher ist als bei klassischen 360-Hz-Displays.

Der Ansatz unterscheidet sich von bisherigen Lösungen. Herkömmliche VRR-Monitore lassen die Hintergrundbeleuchtung während eines ganzen Frames aktiv. Beim Verfolgen eines bewegten Objekts "steht" dieses Bildsegment damit über die gesamte Frame-Zeit auf der Netzhaut – das Auge interpretiert das als Unschärfe.

Pulsar arbeitet mit einem "rolling scan" : Die Beleuchtung wird in schmalen Streifen nur kurz eingeschaltet, und zwar genau dann, wenn die jeweiligen Pixel stabil sind.

Vorteile in Counter-Strike 2

Diese Impulse sind an die aktuelle Bildrate gekoppelt und passen sich kontinuierlich an. Nvidia spricht von einer spürbar ruhigeren Konturführung, etwa bei schnellen Kameraschwenks in Counter-Strike 2.

Damit adressiert Pulsar ein altes Dilemma: Klassisches Backlight-Strobing lässt Bewegungen zwar schärfer wirken, es funktionierte aber nur bei festen Bildraten richtig gut und führt bei Schwankungen zu Flackern oder Artefakten.

Pulsar verbindet die Strobing-Impulse mit echter variabler Bildfrequenz: Jeder Bildabschnitt wird kurz angeblitzt, wenn er tatsächlich fertig ist. So sollen Schriften, Kanten und Ziele auch bei wechselnden FPS klarer lesbar bleiben, ohne die VRR-Vorteile aufzugeben.

Wichtig: Pulsar erhöht nicht die tatsächlich berechneten Bilder pro Sekunde – das bleibt Aufgabe der Grafikkarte. Die Technik zielt darauf, die wahrgenommene Bewegungsunschärfe zwischen zwei Frames zu reduzieren und damit das Verfolgen schneller Bewegungen zu erleichtern. Wer viel kompetitive Shooter spielt, wird den Unterschied eher bemerken als in ruhigen Titeln.

Zum Start integrieren Nvidia und die Hardwarepartner die Technik in neue G-Sync-Ultimate-Displays mit 27 Zoll, einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel und bis zu 360 Hz. Zusätzlich verbaut ist eine Ambient-Adaptive-Funktion, die per Sensor Helligkeit und Farbtemperatur automatisch anpasst und sich per Menü feinregeln oder deaktivieren lässt.

G-Sync Variable Overdrive soll zugleich die Pixelübergänge über verschiedene Bildraten optimieren. Erste Panels von Acer, AOC, Asus und MSI sollen ab der CES 2026 verfügbar sein, die Preise beginnen bei 600 US-Dollar.


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