Public Money Public Code: 31 Organisationen fordern freie Software in der Verwaltung

Mehr freie Software in der Verwaltung: Das wollen 31 Organisationen und fordern Nutzer auf, bei den Kommunen, Städten oder Landkreisen anzufragen. Durch das Begehren sollen Sicherheitslücken vermieden, die Zusammenarbeit verbessert und Steuergelder gespart werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Kampagne will mehr freie Software in der öffentlichen Verwaltung.
Die Kampagne will mehr freie Software in der öffentlichen Verwaltung. (Bild: FSFE/CC-BY-SA 4.0)

Eine Gruppe von 31 NGOs (Nichtregierungsorganisationen) fordert mehr freie Software in der öffentlichen Verwaltung. Unter dem Namen Public Money - Public Code setzt sich die Kampagne unter Leitung der Free Software Foundation Europe (FSFE) dafür ein, öffentlich ausgeschriebene Softwareprojekte unter freie Lizenzen zu stellen.

Zu den unterstützenden Organisatinen gehören neben der FSFE der Chaos Computer Club, Wikimedia Deutschland, der Europäische Dachverband EDRI und viele weitere. Die Organsationen erhoffen sich eine bessere Rechenschaft der Verwaltung durch eine Überprüfbarkeit des Codes. Zuletzt hatte eine Analyse des in Deutschland zur Stimmzählung verwendeten Programms PC-Wahl zahlreiche, kritische Sicherheitslücken aufgedeckt.

Auch Edward Snowden unterstützt die Kampagne in seiner Eigenschaft als Präsident der Freedom of the Press Foundation. Er sagte: "Weil der Quellcode von unfreier Software oft ein Geschäftsgeheimnis ist, erschwert dies das Finden sowohl versehentlich als auch absichtlich eingebauter Sicherheitslücken enorm. Es ist heutzutage zwingend notwendig, bei proprietärer Software Reverse-Engineering zu betreiben, um sie zu verbessern und zu stärken."

Die Organisationen gehen außerdem davon aus, dass mehr freie Software zu einem besseren Umgang mit Steuergeldern führen könnte. Außerdem soll die Zusammenarbeit unter Behörden verbessert werden. Dazu sagte Matthias Kirschner von der Free Software Foundation Europe: "Wir brauchen Software, die das Teilen von guten Ideen und Lösungen unterstützt. Nur so werden wir in der Lage sein, digitale Angebote für Menschen aus ganz Europa zu verbessern. Wir brauchen Software, die Wahlfreiheit, Zugang und Wettbewerb garantiert."

Wer die Kampagne unterstützen will, kann auf der Webseite der Initiative einen offenen Brief unterzeichnen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Karl-Heinz 14. Sep 2017

Wird so ähnlich gemacht. Vielleicht nicht ganze Universitäten sondern Sachverständige...

HelmutJohannes 14. Sep 2017

Doch, ganz im Gegenteil: ich öffne grundsätzlich alle Word Dokumente mit LibreOffice...

/lib/modules 14. Sep 2017

Eben. Sind die gleichen Probleme wie bei jedem Wechsel. Von XP auf 7, auf 8.1, auf 10...

FreiGeistler 14. Sep 2017

?? Amen! Tschuldige, ich meinte, auf dem Softwaremarkt verfügbare Software. Zu deinem...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Blizzcon 2023
Blizzard kündigt vier Erweiterungen für WoW und Diablo 4 an

Ein Add-on für Diablo 4 und drei Erweiterungen für World of Warcraft: Blizzard hat die Pläne für seine wichtigsten Serien vorgestellt.

Blizzcon 2023: Blizzard kündigt vier Erweiterungen für WoW und Diablo 4 an
Artikel
  1. Per Bluetooth: Flipper Zero kann iPhones in der Nähe abstürzen lassen
    Per Bluetooth
    Flipper Zero kann iPhones in der Nähe abstürzen lassen

    Bisher beschränkt sich der Angriff auf iOS 17. Dass sich bald auch andere Geräte zum Absturz bringen lassen, ist aber nicht auszuschließen.

  2. xAI: Musks KI-Start-up will Sprachmodell am Samstag freigeben
    xAI
    Musks KI-Start-up will Sprachmodell am Samstag freigeben

    Elon Musks neues Start-up für künstliche Intelligenz, xAI, bereitet sich darauf vor, an diesem Wochenende sein erstes KI-System zu enthüllen.

  3. Anke Domscheit-Berg: Eigenes Netz für Blaulicht und Militär ist Humbug
    Anke Domscheit-Berg
    Eigenes Netz für Blaulicht und Militär ist "Humbug"

    Die Bundesregierung vertritt, das die Sicherheitsbehörden ein eigenes Mobilfunknetz brauchen. Die digitalpolitische Sprecherin der Linken, Anke Domscheit-Berg, nennt Golem.de Gründe dagegen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Frühe Black-Friday-Angebote bei Amazon • 15% Extra-Rabatt auf Outlet-Artikel bei Alternate • LG 27" WQHD 180 Hz 293€ • MindStar: MSI RTX 4070 Ti 849€ • Logitech Gaming-Zubehör bis -41% • Asus Gaming-Headset TUF H3 günstig wie nie • Lenovo Tab M10 Plus 10,6" 149€ [Werbung]
    •  /