Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Public Money Public Code: 31 Organisationen fordern freie Software in der Verwaltung

Mehr freie Software in der Verwaltung: Das wollen 31 Organisationen und fordern Nutzer auf, bei den Kommunen, Städten oder Landkreisen anzufragen. Durch das Begehren sollen Sicherheitslücken vermieden, die Zusammenarbeit verbessert und Steuergelder gespart werden.
/ Hauke Gierow
57 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Die Kampagne will mehr freie Software in der öffentlichen Verwaltung. (Bild: FSFE)
Die Kampagne will mehr freie Software in der öffentlichen Verwaltung. Bild: FSFE / CC-BY-SA 4.0

Eine Gruppe von 31 NGOs (Nichtregierungsorganisationen) fordert mehr freie Software in der öffentlichen Verwaltung(öffnet im neuen Fenster) . Unter dem Namen Public Money - Public Code setzt sich die Kampagne unter Leitung der Free Software Foundation Europe (FSFE) dafür ein, öffentlich ausgeschriebene Softwareprojekte unter freie Lizenzen zu stellen.

Zu den unterstützenden Organisatinen gehören neben der FSFE der Chaos Computer Club, Wikimedia Deutschland, der Europäische Dachverband EDRI und viele weitere. Die Organsationen erhoffen sich eine bessere Rechenschaft der Verwaltung durch eine Überprüfbarkeit des Codes. Zuletzt hatte eine Analyse des in Deutschland zur Stimmzählung verwendeten Programms PC-Wahl zahlreiche, kritische Sicherheitslücken aufgedeckt.

Public Money - Public Code (Kampagnenvideo)
Public Money - Public Code (Kampagnenvideo) (03:46)

Auch Edward Snowden unterstützt die Kampagne in seiner Eigenschaft als Präsident der Freedom of the Press Foundation. Er sagte: "Weil der Quellcode von unfreier Software oft ein Geschäftsgeheimnis ist, erschwert dies das Finden sowohl versehentlich als auch absichtlich eingebauter Sicherheitslücken enorm. Es ist heutzutage zwingend notwendig, bei proprietärer Software Reverse-Engineering zu betreiben, um sie zu verbessern und zu stärken."

Die Organisationen gehen außerdem davon aus, dass mehr freie Software zu einem besseren Umgang mit Steuergeldern führen könnte. Außerdem soll die Zusammenarbeit unter Behörden verbessert werden. Dazu sagte Matthias Kirschner von der Free Software Foundation Europe: "Wir brauchen Software, die das Teilen von guten Ideen und Lösungen unterstützt. Nur so werden wir in der Lage sein, digitale Angebote für Menschen aus ganz Europa zu verbessern. Wir brauchen Software, die Wahlfreiheit, Zugang und Wettbewerb garantiert."

Wer die Kampagne unterstützen will, kann auf der Webseite der Initiative einen offenen Brief unterzeichnen(öffnet im neuen Fenster) .


Relevante Themen