PSD2: Open Banking wird unsicherer und unübersichtlicher

Das Buzzword Open Banking sorgt für Goldgräberstimmung in der Finanzbranche. Doch für die Kunden entstehen dabei etliche Probleme.

Eine Analyse von Erik Bärwaldt veröffentlicht am
Die Open-Banking-Welt ist mit vielen Schwächen und Defiziten behaftet.
Die Open-Banking-Welt ist mit vielen Schwächen und Defiziten behaftet. (Bild: Pixabay / Montage: Golem.de)

Schöne neue Open-Banking-Welt: Die PSD2-Richtlinie soll Fintechs mit innovativen Geschäftsmodellen den Markteintritt ermöglichen und Wettbewerbsnachteile für Anbieter außerhalb des Bankensektors weitgehend abschaffen. Auch soll sie Endkunden mehr Souveränität über ihre Finanzdaten gewähren.

Doch die Praxis sieht anders aus. Endkunden stehen oft nicht besser, sondern sogar schlechter da als zuvor. Sie verlieren dank löchriger Regularien den Überblick, wer wo und wie lange Zugriff auf welche Daten hat und wo aggregierte Daten im Rahmen der Zweitverwendung genutzt werden.

Durch eine teils unsaubere technische Umsetzung, die Raum für zahlreiche Angriffsszenarien von Cyberkriminellen bietet, stellen APIs und Apps zudem eine weitaus größere Angriffsfläche dar als beim herkömmlichen Onlinebanking.

Dienste können den gesamten Zahlungsverkehr durchleuchten

Die sogenannte PSD2-Zahlungsdiensterichtlinie (Payment Services Directive2) wurde in den Jahren von 2018 bis 2021 in Deutschland schrittweise umgesetzt. Diese von der EU-Kommission im Jahr 2015 initiierte Richtlinie verpflichtet Banken, Drittanbietern im Rahmen des sogenannten Open Banking Programmierschnittstellen zur Verfügung zu stellen und so innovative Geschäftsmodelle und Zahlungsformen zu fördern.

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Dabei erhalten nicht nur Zahlungsauslöser, mit deren Hilfe Kunden Onlinekäufe bezahlen können, Zugriff auf die Kontendaten von Bankkunden. Auch weitere Dienste können im Rahmen des Open Banking zugreifen: Informationsdienste, die den Nutzern einen aktuellen Überblick über ihre komplette Finanzsituation per App gewähren, ebenso wie Finanzassistenten, die beispielsweise zusätzliche Maklerdienste anbieten und vorhandene Assets der Kunden optimieren.

Das setzt natürlich voraus, dass diese Dienste je nach Geschäftsmodell nicht nur Zugriff auf Zahlungskonten, sondern auch auf Anlagekonten ihrer Kunden erhalten und somit den gesamten Zahlungsverkehr der Klienten durchleuchten und aufschlüsseln können. So sind problemlos Rückschlüsse auf Leben und Verhalten jedes einzelnen Nutzers möglich: Wo kauft er oder sie ein? Welche Mitgliedschaften oder Abonnements hat er? Gehört sie einer politischen Partei an? Welche Hobbys pflegt er? Ist sie öfter in Rechtsstreitigkeiten involviert?

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Regulierung ist löchrig wie ein Schweizer Käse 
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BluePhoenix 14. Jan 2022 / Themenstart

Ich habe mir den Beitrag durchgelesen, es wurde dort aber nicht erläutert wer welches...

demon driver 13. Jan 2022 / Themenstart

Welche "Abschottung"? Und inwiefern wird die "untergraben"?

chefin 13. Jan 2022 / Themenstart

Ja, das wünsche ich dir. Das du und nur du voll dafür verantwortlich bist. Sollte dein...

chefin 13. Jan 2022 / Themenstart

Sicherheit ist des Komfort Tot. Wie würdest du es finden, wenn man das abschalten dürfte...

chefin 13. Jan 2022 / Themenstart

Was ist ein gutes Bezahlsystem den? Gut weil Einfach? Wer trägt dann das...

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