Prozessorgerüchte: Intels Haswell kommt mit 64 MByte Grafikspeicher

Damit die Grafik in Intels übernächster CPU-Generation mit Codenamen Haswell mindestens doppelt so schnell wird wie die in Ivy Bridge, soll sie integrierten Speicher enthalten. Bis zu 64 MByte sollen im Package sitzen, aber nicht auf demselben Die.

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Intels Ankündigung von Haswell auf dem IDF 2011
Intels Ankündigung von Haswell auf dem IDF 2011 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Einem Bericht von Semiaccurate zufolge plant Intel mit Haswell einen ungewöhnlichen Schritt zur Beschleunigung der Grafik. Alle Lösungen mit integrierter Grafik, zu denen auch das seit Sandy Bridge bei Intel aktuelle HD Graphics zu zählen ist, setzen auf "shared memory". Dabei wird ein Teil des Hauptspeichers für die GPU genutzt. Das ist aber im Vergleich zu diskreten Grafikkarten viel langsamer, wofür es mehrere Gründe gibt.

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Zum einen müssen sich die CPU und deren Speichercontroller um die Grafikzugriffe kümmern, zum anderen ist der Bus des Hauptspeichers viel langsamer als bei Grafikkarten. Das liegt nicht nur an der vergleichsweise geringen Breite, sondern auch an den niedrigeren Taktfrequenzen. Die auf Grafikkarten nur wenige Zentimeter langen Datenleistungen lassen sich mit hohen Frequenzen betreiben, ein DDR3-Speicherbus muss auf mehrere Module und Längen der Verbindungen von über zehn Zentimetern Rücksicht nehmen.

Kein "embedded DRAM"

Ein Grafikspeicher, der auf oder nahe bei der GPU sitzt, hat diese Probleme nicht - so arbeiten beispielsweise auch die Lösungen bei vielen Spielekonsolen, wobei meist "embedded DRAM" verwendet wird. Der Speicher ist dabei auf dem Die des Grafikprozessors integriert. Intel hat sich bei Haswell, der für 2013 als Nachfolger von Ivy Bridge erwartet wird, aber gegenteilig entschieden.

Die übernächste CPU-Generation von Intel soll für den größten Grafikkern namens GT3 64 MByte DRAM auf einem eigenen Chip besitzen, der mittels eines Interposers zusammen mit dem Die des Prozessors in ein Gehäuse (Package) montiert wird. Intel könnte so das Die der CPU, das auch die Grafik enthält, recht kompakt halten und die Verbindungen zum Grafikspeicher nur für diese Bauform nutzen. Andere Haswell-CPUs, die durch den integrierten Speichercontroller ohnehin Speicherbusse bieten müssen, könnten sich ganz auf den Hauptspeicher verlassen. Der Grafikspeicher von Haswell hat Semiaccurate zufolge einen eigenen Codenamen, wie Crystalwell erläutert.

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Zwar sind 64 MByte viel zu klein für die Geometrie- und Texturdaten eines modernen Spiels, aber zumindest ein Großteil der Geometrieinformationen, der Framebuffer und Shader-Programme lassen sich dort meist unterbringen. Das sorgt nicht nur für mehr Tempo, sondern kann auch beim Stromsparen helfen. Solange sich der Bildschirminhalt nicht ändert, können die Daten allein aus dem Framebuffer kommen und die Speicherbusse abgeschaltet werden.

Intels Ansatz unterscheidet sich damit auch von früheren Lösungen für Grafikkerne, die in den Chipsatz integriert waren, wie das beispielsweise beim 890GX von AMD der Fall war. Bei solchen oft "Sideport-Memory" genannten Konstruktionen war der Speicher zwar mit bis zu 128 MByte recht groß, konnte die Grafik aber nicht stark beschleunigen. Das Sideport-Memory musste, ebenso wie der Hauptspeicher, über einen recht langen und schmalen Bus angesteuert werden.

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