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Prozessorgerüchte: AMDs Trinity für Desktops mit Quad-Core ab 120 US-Dollar

Der Marktstart für AMDs Trinity-CPUs für Desktop-PCs erfolgt in einigen Wochen, und nun sind die ersten Preise durchgesickert. Bereits ab 60 US-Dollar gibt es die Prozessoren mit Grafikkern, auch die Versionen mit vier Integer-Kernen werden günstig.
/ Nico Ernst
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Trinity-APUs von AMD (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
Trinity-APUs von AMD Bild: Nico Ernst/Golem.de

AMDs neue Desktop-CPUs mit dem Codenamen Trinity sollen recht günstig angeboten werden. Das geht aus einer Preisliste bei WCCF(öffnet im neuen Fenster) und auch ersten Listungen beim US-Versender BLT(öffnet im neuen Fenster) hervor. Dort kostet das kleinste Modell mit einem Bulldozer-Modul – also zwei Integer-Kernen – nur 60 US-Dollar. Dafür gibt es den A6-5300 mit 3,4 bis 3,7 GHz per Turbocore. Auch der Einstieg in die Verarbeitung von vier Threads wird mit dem A6-5500 (3,2 bis 3,7 GHz) recht günstig, er wird für 110 US-Dollar angeboten.

Nach Daten aus anderen Quellen sind diese beiden Prozessoren zudem mit einer TDP von 65 Watt recht sparsam. Auch bei den High-End-CPUs der neuen A-Serie wie dem A10-5800K (3,8 bis 4,2 GHz) sind nur noch 100 Watt gefordert, diese APU listet BLT für nur 132 US-Dollar. Alle genannten CPUs werden dort als Boxed-Versionen geführt, die Angabe, ob AMD auch einen Kühler mitliefert, fehlt jedoch.

Wünschenswert wäre das, auch wenn die Prozessorhersteller – so auch Intel – in der Vergangenheit nicht mehr alle Boxed-CPUs mitsamt Kühllösung ausgeliefert haben. Die neue A-Serie passt nämlich nur in neue Mainboards mit dem Sockel FM2. Ob die Kühlerhalterungen in jedem Fall kompatibel bleiben, hat AMD noch nicht erklärt.

Dass die nun bekanntgewordenen Preise nahe an der Realität sind, wird auch durch die jüngste Preissenkung bei AMD belegt, bei der neben den FX-Bulldozern und den Phenom II auch die bisherige A-Serie mit Llano-Kernen günstiger wurde. Üblicherweise bereiten die CPU-Hersteller mit solchen Abschlägen die Einführung einer neuen Architektur vor.

Während die Bulldozer-Kerne, auf denen auch Trinity basiert, bei gleichem Takt hinter Intels Angeboten liegen, spricht für die neue A-Serie vor allem die schnelle integrierte Grafik. Das ermöglicht recht günstige Komplettsysteme, wie sie vor kurzem zum Beispiel Aldi anbot . An PC-Hersteller liefert AMD die Trinity-CPUs nämlich schon seit einiger Zeit aus, nur einzeln wurden sie für Endkunden bisher nicht angeboten. Die neuen Prozessoren sind zudem in Ruhe wie auch unter Last recht sparsam, wie unser Test eines ersten Trinity-Notebooks zeigt.


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