Prozessorgerüchte: AMD will Server mit ARM-CPUs entwickeln

Um 13:30 Uhr Ortszeit hält AMD in San Francisco eine Pressekonferenz ab, zu der das Unternehmen bereits seit über einer Woche Einladungen verschickt. Die Veranstaltung ist dem Unternehmen so wichtig, dass sie auch über einen Twitter-Feed(öffnet im neuen Fenster) und einen Webcast verfolgt werden kann, wie AMD in mehreren E-Mails an Journalisten mitteilte.
Der Inhalt der Veranstaltung ist noch ein Rätsel. Die US-Ausgabe der Financial Times(öffnet im neuen Fenster) will jedoch aus informierten Kreisen erfahren haben, dass das Unternehmen die Entwicklung von Servern mit ARM-CPUs ankündigen wird. Weitere Details nennt der Bericht nicht.
Dabei sind die Vorzeichen für einen solchen Schritt schon seit Monaten klar zu sehen. Zum einen ist AMD Gründungsmitglied der HSA-Stiftung , welche die Integration von ARM-Kernen mit leistungsfähigen GPUs auf Hard- und Softwareebene vorantreibt. Zum anderen hat AMD im März 2012 den Serverhersteller Seamicro gekauft .
Seamicro hat sich auf Microserver spezialisiert, die auf besonders kleinem Raum viel Rechenleistung bei moderater Leistungsaufnahme unterbringen. Da die Geräte zunächst nur mit Intel-CPUs und später auch mit AMDs Opteron angeboten wurden, wäre eine Erweiterung um ARM-Kerne sinnvoll. Damit ließen sich Microserver mit noch weniger Energiebedarf herstellen.
Die Infrastruktur der Geräte ist dafür auch geeignet, denn das Seamicro-eigene Fabric "Freedom" vernetzt die Rechner und Speichergeräte untereinander, die CPU-Module sind dabei auf Steckkarten ähnlich wie bei Blades untergebracht. Seamicro nennt die Karten "Compute Boards". Ohne das Fabric oder die Anbindung von Speichersystemen zu ändern, könnten diese Boards auch mit ARM-SoCs bestückt werden.