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Quartalszahlen: Spielekonsolen kurbeln AMD-Umsatz an

Vor allem dank der Playstation 4 und der Xbox One ziehen die Geschäfte bei AMD wieder an. Es gibt Spekulationen, dass die Firma künftig mit Nintendo eine noch engere Partnerschaft eingeht als bisher.
/ Peter Steinlechner , dpa
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Playstation 4 (Bild: Sony)
Playstation 4 Bild: Sony

Der Fokus auf Spielekonsolen zahlt sich für AMD(öffnet im neuen Fenster) aus. Der Umsatz stieg vor allem dank der für die Playstation 4 und die Xbox One zugelieferten SoCs im zweiten Quartal 2014 im Jahresvergleich um fast ein Viertel auf gut 1,4 Milliarden US-Dollar. Der Verlust halbierte sich auf 36 Millionen US-Dollar. Allerdings hatten Analysten damit gerechnet, dass AMD den Verlust noch weiter zurückfahren kann. Die Aktie verlor nach Bekanntgabe der Zahlen mehr als 18 Prozent.

Playstation 4 – Test
Playstation 4 – Test (04:04)

AMD-Chef Rory Read zeigte sich mit den Ergebnissen dennoch zufrieden. Der Konzern erwarte für das dritte Quartal eine weitere Steigerung, "da Microsoft und Sony sich auf das Weihnachtsgeschäft vorbereiten" . Read gab zudem bekannt, dass AMD weitere Deals in Aussicht habe. Als möglicher Kandidat gilt Spekulationen zufolge Nintendo: Derzeit liefert AMD nur den Radeon-basierten Grafikprozessor zu, die CPU stammt von IBM.

Den schon etwas älteren Gerüchten zufolge arbeiten Nintendo und AMD bereits gemeinsam an einer neuen Plattform, die dann ganz auf AMD-Technologie setzt. Besonders interessant ist, dass gleichzeitig auch ein neues Handheld entstehen soll, das eng mit der Heimkonsole verzahnt ist – und deshalb wohl auch AMD-Chips enthalten dürfte.

Xbox One – Test
Xbox One – Test (04:54)

Im vergangenen Quartal hatte AMD seinen höchsten Umsatz in der Sparte "Graphics and Visual Solutions" erzielt, die neben Consumer- und Profi-Grafikkarten eben auch die Chips für die Playstation 4 sowie Xbox One von Sony und Microsoft umfasst. Der Bereich steigerte die Erlöse im zweiten Quartal im Jahresvergleich von 320 auf 772 Millionen US-Dollar. Vor Steuern gab es 82 Millionen US-Dollar Gewinn, wie der Konzern bereits am Donnerstag mitteilte.

AMDs Prozessorsparte, deren Chips in PCs und Server kommen, berappelt sich ebenfalls etwas und erwirtschaftete bei 669 Millionen US-Dollar Umsatz einen Vorsteuergewinn von 9 Millionen US-Dollar. Im zweiten Quartal 2013 hatten die "Computing Solutions" noch 841 Millionen US-Dollar umgesetzt. Im ersten Quartal 2014 machte die Sparte 3 Millionen US-Dollar Verlust bei 663 Millionen US-Dollar Umsatz.

Insgesamt erwartet der Konzern für das laufende dritte Quartal 2014 einen ähnlichen Umsatz wie im zweiten Quartal.


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