Prozessoren: Nvidia kauft ARM für 40 Milliarden US-Dollar

Die Marke bleibt bestehen und das bisherige Geschäftsmodell von ARM will Nvidia fortführen.

Artikel veröffentlicht am ,
Softbank verkauft ARM an Nvidia.
Softbank verkauft ARM an Nvidia. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Der britische Chipentwickler ARM geht für 40 Milliarden US-Dollar an den US-amerikanischen Prozessor- und Grafikkartenhersteller Nvidia. Das hat Nvidia bekanntgegeben und damit Berichte vom Wochenende bestätigt. Erste Spekulationen über eine ARM-Übernahme durch Nvidia gab es bereits Ende Juli 2020.

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Softbank will sich auch nach der Übernahme für den langfristigen Erfolg von ARM einsetzen. Das japanische Unternehmen wird eine Beteiligung an Nvidia erhalten, die voraussichtlich unter 10 Prozent liegen wird. Softbank hatte ARM im Sommer 2016 für 32 Milliarden US-Dollar übernommen.

Die Übernahme durch Nvidia erfordert die Zustimmung der zuständigen Behörden in den USA, der Europäischen Union, Großbritannien und China. Die Unternehmen rechnen damit, dass das innerhalb von 18 Monaten passieren wird.

Die Übernahme wurde von Verwaltungsräten bei Nvidia, Softbank sowie ARM genehmigt. Nividia wird insgesamt 21,5 Milliarden US-Dollar in Nvidia-Stammaktien und 12 Milliarden US-Dollar in bar an Softbank zahlen. Dazu gehören 2 Milliarden US-Dollar, die bei Unterzeichnung fällig werden. Die Anzahl der bei Abschluss auszugebenden Nvidia-Aktien beläuft sich auf 44,3 Millionen, die anhand des durchschnittlichen Schlusskurses der Nvidia-Stammaktien der letzten 30 Handelstage ermittelt werden.

Details zur ARM-Übernahme durch Nvidia

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Zusätzlich könnte Softbank bis zu 5 Milliarden US-Dollar in bar oder in Stammaktien erhalten, vorbehaltlich der Erfüllung bestimmter finanzieller Leistungsziele durch ARM. Nvidia will außerdem Eigenkapital in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar an die Mitarbeiter von ARM ausgeben. Nvidia beabsichtigt, den Baranteil der Transaktion mit Barmitteln aus der Bilanz zu finanzieren.

Auch nach der Übernahme wird ARM das Modell der offenen Lizenzvergabe weiterführen. Nvidia will nach eigenen Angaben auch den Namen und die starke Markenidentität von ARM beibehalten. Für viele Hersteller weltweit ist ARM von großer Bedeutung, weil es die selbst entwickelt ARM-Lizenz hält, welche in Milliarden von Chips in Aberhunderten von Designs verwendet wird. ARM entwirft selbst CPU-Kerne, vom Cortex-M0+ für Microcontroller bis zum Cortex-A78 für Smartphones.

Einige Partner halten auch eine Architektur-Lizenz, darunter Apple und Nvidia. Erstere entwickeln seit vielen Jahren eigene Designs für iPhones und iPads, zukünftig sollen mit dem Apple Silicon auch alle Mac-Systeme angetrieben werden. Beginnend mit dem A6 von 2012 hatte Cupertino eigene CPU-Kerne gebaut, die von Beginn an hinsichtlich Geschwindigkeit und Effizienz zum Besten gehörten, was es im Mobile-Segment gibt. Nvidia wiederum hat für die Tegra-SoC solche Kerne wie Denver und Carmel erfunden.

Softbank und ARM wollen fristgerecht alle Verflichtungen aus der Übernahme von ARM erfüllen, deren Erfüllung bis 2021 geplant war. Das geistige Eigentum von ARM bleibt in Großbritannien registriert, die Basis in Cambridge soll erweitert werden. Zudem soll ein neues globales Exzellenzzentrum für KI-Forschung in Großbritannien entstehen.

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Tom01 18. Sep 2020

Warum stand Arm überhaupt zum Verkauf? Die sollten doch genug Lizenzgebühren einsacken.

Tom01 18. Sep 2020

x86 CPUs sind eine Mischung aus RISC und CISC.

senf.dazu 14. Sep 2020

Noch nicht. Sowohl was Apple als auch was ARM+NVidia angeht. Auch wenn du von AAA für...

anonym 14. Sep 2020

Nvidia hat schon eigene CPU's gebaut. Mit ihrer Arm Lizenz. Hier geht es also weniger...



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