Prozessoren: Intels alte Garde soll es richten

Seit Pat Gelsinger der Intel-CEO ist, holt er viele Ehemalige zurück. Das kann nur klappen, wenn junge Talente ebenfalls davon profitieren.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Intel-CEO Pat Gelsinger, damals noch CTO, hält 2006 einen Itanium-Wafer hoch.
Intel-CEO Pat Gelsinger, damals noch CTO, hält 2006 einen Itanium-Wafer hoch. (Bild: Intel)

Es herrscht Aufwind bei Intel, so scheint es: In den vergangenen Monaten haben mehrere bekannte CPU-Architekten und -Architektinnen ihre Rückkehr zu Intel verkündet. Das kommt nicht von ungefähr, denn der im Februar 2021 angetretene CEO Pat Gelsinger plant, "die Band wieder zusammenzubringen", um an alte Erfolge anzuknüpfen.

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Um zu verstehen, warum das notwendig ist, gilt es einige Jahre zurückzublicken und auch die Firmenkultur zu kennen. Die meisten der Rückkehrer sind Leute, die seit der Universität ihr gesamtes Berufsleben bei Intel verbracht haben - daher verfügen sie über immens viel Erfahrung und wissen über die internen Prozesse bestens Bescheid.

Solche Angestellten zu verlieren, ist ein harter Schlag und üblicherweise passiert das nur unter besonderen Umständen. Diese waren offenbar 2013 bis 2018 gegeben, in denen Brian Krzanich als Intel-CEO verantwortlich zeichnete. Unter ihm soll eine unangenehme Atmosphäre geherrscht haben, was wohl selbst einige der Treuesten verschreckt hat - bis sie Intel schlussendlich verließen.

Vom Brain-Drain zum Rehire-Train

Mit Pat Gelsinger wird wieder eine andere Unternehmenskultur gepflegt. Diese und er als Person sind Anreiz genug für Ehemalige, zu Intel zurückzukehren. Da wären illustre Namen wie der eigentlich schon pensionierte Glenn Hinton, wichtig für die P6-Architektur und den ersten Pentium 4 (Willamette) sowie Chefarchitekt für Nehalem im US-amerikanischen Hillsboro-Team, und Shlomit Weiss, die führende Architektin für Sandy Bridge und Skylake im israelischen Haifa-Team. Beide haben zusammen über 60 Jahre an Intel-Erfahrung!

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Hinzu kommen Leute wie Sunil Shenoy als Senior VP der Design Engineering Group, der zuvor schon 33 Jahre bei Intel verbracht hatte, Stuart Pann als Senior VR der Corporate Planning Group (ebenfalls bereits 33 Jahre bei Intel) oder Bob Brennan, der mit seinen 22 Jahren an Erfahrung als VP für Customer Design Enablement die Intel Foundry Services - also Auftragsfertigung - voranbringen soll.

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Aufstieg interner Talente unerlässlich

Intel ist bekannt dafür, dass sich solche Personen ihr Leben lang innerhalb des Unternehmens hocharbeiten - auch bei Pat Gelsinger war das in seinen 30 Jahren bei Intel so, bevor er zu VMware ging. Diese Firmenkultur muss aber die mittlerweile wieder besser etablierten Strukturen verstärken, damit junge Talente intern noch eher aufsteigen als bisher, denn rein mit der alten Garde kann Intel nicht ewig weitermachen.

Es wird also Gelsingers Aufgabe sein, während einer Überbrückungsphase mit seiner eingespielten "Band" erneut einen Hit zu landen, bevor hoffentlich für Intel eine nachfolgende Generation übernimmt, die von den ehemaligen Spitzenleuten noch möglichst viel gelernt hat, bevor diese endgültig aufhören.

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MESH 23. Jul 2021

mp

augenvogel 19. Jul 2021

Ich weiß nicht, ist das Sarkasmus oder ernstgemeint? Wenn das Sarkamus ist, okay. Aber...

powa 14. Jul 2021

Viel zu pauschal. Das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit dem...

ultim 14. Jul 2021

... weil anscheinend beide einzeln über 30 Jahre bei Intel gearbeitet haben. Was für ein...



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