Prozessoren: Intels 14-nm-Knappheit trifft Core i3/i5

Weil Intel weiterhin Kapazitätsprobleme mit seinen 14-nm-Chips hat, werden nach den Celeron und Pentium auch die Core i3/i5 rar. Selbst große Partner wie Apple, Dell oder HP müssen auf Prozessoren warten.

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Ein Intel-Wafer mit 14-nm-Chips
Ein Intel-Wafer mit 14-nm-Chips (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Eigentlich sollte im ersten Halbjahr 2019 eine Entlastung eintreten, offenbar hat Intel aber immer noch zu wenig Kapazitäten, um genügend 14-nm-Prozessoren zu fertigen. Einem Bericht des taiwanischen Branchen-Magazins Digitimes zufolge soll das Problem bis ins zweite Halbjahr andauern, weil Intel erst dann einige seiner Fabs (Semiconductor Fabrication Plants, also Halbleiterwerke) von 10 nm auf 14 nm zurückgebaut hat.

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Bisher hat sich die 14-nm-Knappheit primär auf die günstigen Celeron- und Pentium-Chips (intern: Gemini Lake) ausgewirkt. Daher mussten sich Hersteller wie Dell oder HP oder auch Lenovo für ihre Chrome- sowie Notebooks nach Alternativen umschauen, beispielsweise Modelle von AMD. Mittlerweile trifft es aber auch die Core i5 für Notebooks, genauer die Quadcores mit 15 Watt (Whiskey Lake U) und die Varianten mit 45 Watt (Coffee Lake H). Ergo greifen Intels Partner zu den Core i3, die somit langsam knapp werden. Auch Apple bekommt weniger Chips als benötigt, bei den 5-Watt-Dualcores (Amber Lake Y) mangelt es ebenso.

Intel hatte 2018 mitgeteilt, dass die 14-nm-Kapazität limitiert sei. Der Fokus liegt daher auf den Xeon für Server, gefolgt von den Core i9 über i7 und i5 bis zu den i3 und dann die Pentium sowie Celeron - sprich: je teurer, desto priorisierter. In den kommenden Monaten wird Intel einige Fertigungslinien seiner Fabs auf 14 nm umrüsten, die für 10 nm ausgelegt waren. Der neue Herstellungsprozess lief bisher nicht rund, es gibt abseits des Core i3-8121U (Cannon Lake U) kein Modell. Erst mit Ice Lake U und 10+ nm soll der Node anlaufen, diese Chips sind aber relativ klein. Die Quadcore-Prozessoren mit Gen11-Grafikeinheit hat Intel für das Weihnachtsgeschäft 2019 angekündigt.

Neben CPUs fertigt Intel auch allerhand Chipsätze (PCHs, kurz für Platform Controller Hubs) wie Z390 oder B350 und Modems wie das XMM 7560 in 14 nm, was die Ressourcen zusätzlich verknappt.

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NeoCronos 13. Mär 2019

Hast du Singlecore-Leistung vor oder nach den Spectre-Patches gemessen?

Xim 12. Mär 2019

Du betrachtest Intel aus Sicht des Desktop bzw. dem Pentium 4. Ich betrachtte Intel aus...

ms (Golem.de) 12. Mär 2019

War geistig noch bei CXL, sry.

Usernäme 12. Mär 2019

Und Intel muss jetzt auf teufel komm raus die vereinbarten Modems liefern?



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