Prozessoren: Intel soll in Deutschland Abbau von 350 Stellen planen

Intel setzt das konzernweite Entlassungsprogramm auch in Deutschland um. Die Arbeitsplätze werden mit Aufhebungsverträgen abgekauft. Ein Standort wird geschlossen.

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Das meiste Geld macht Intel im Client-Umfeld.
Das meiste Geld macht Intel im Client-Umfeld. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Intel will in Deutschland zwischen 300 und 350 Arbeitsplätze abbauen, wie die Wirtschaftswoche aus Arbeitnehmerkreisen erfahren hat. Eine Intel-Sprecherin kommentierte den Bericht auf Anfrage nicht. Intel Deutschland hat 3.500 Beschäftigte.

Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben, so eine Vereinbarung zwischen dem deutschen Intel-Management und dem Gesamtbetriebsrat. Das Abbauprogramm soll bis Ende Juni 2016 abgeschlossen sein, erste Gespräche über Aufhebungsverträge seien bereits geführt worden. Intel will den Standort Ulm mit rund 60 Mitarbeitern nun komplett schließen. Hier wurden bereits zuvor Stellen abgebaut.

Teil konzernweiter Abbaupläne

Intel-Chef Brian Krzanich hatte im April 2016 angekündigt, das Unternehmen langfristig effizienter aufzustellen. Intel solle so führend in einer "smarten, vernetzen Welt" werden. Kern ist die Entlassung von rund 12.000 Mitarbeitern, was rund 11 Prozent der Belegschaft entspricht. Im Jahr 2016 möchte Intel so 750 Millionen US-Dollar einsparen, ab Mitte 2017 sollen es alljährlich 1,4 Milliarden US-Dollar sein. Die Abfindungen haben ein Volumen von 1,2 Milliarden US-Dollar. Zudem erhält die Finanzchefin Stacy Smith neue Aufgaben im Bereich Fertigung und Vertrieb, ein Nachfolger für die Position wird derzeit gesucht.

Die Client Computing Group (Desktops, Notebooks und Mobile) setzte im aktuellen Quartalsbericht 7,549 Milliarden US-Dollar um, der Gewinn betrug 1,885 Milliarden US-Dollar. Die CCG überholt damit die zuvor stärkere Data Center Group (Server-CPUs und -Plattformen), die ebenfalls zulegte. Der Umsatz erreichte 3,999 Milliarden US-Dollar, der Gewinn 1,764 Milliarden US-Dollar. Die Internet of Things Group wuchs innerhalb eines Jahres um 22 Prozent.

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