Abo
  • IT-Karriere:

Prozessoren: Facebook entwickelt eigene Chips, nicht nur für KI

Zuckerbergs Konzern sucht öffentlich Chipentwickler. Die sollen sowohl komplett neue als auch modifizierte Bausteine für künstliche Intelligenz und Videoanwendungen bauen. Es ist nicht das erste Mal, dass Facebook eigene Hardware entwickelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebooks "Hacker Square" in der Firmenzentrale
Facebooks "Hacker Square" in der Firmenzentrale (Bild: Facebook)

In Form einer Stellenanzeige auf seiner Homepage sucht Facebook nach Chipentwicklern, die in der Konzernzentrale im kalifornischen Menlo Park tätig werden sollen. Darauf weisen unter anderem der Facebook-Mitarbeiter Yann LeCun mit einem Tweet und Bloomberg hin.

Stellenmarkt
  1. Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden
  2. Dataport, Altenholz bei Kiel (Home-Office möglich)

Der gesuchte Ingenieur soll sowohl mit anwendungsspezifischen Schaltungen (ASICs) als auch programmierbaren Arrays (FPGAs) vertraut sein, und das nicht nur theoretisch: Als eine der Qualifikationen wird das Beherrschen der Designsprache Verilog vorausgesetzt. Damit lassen sich Schaltungen in Software simulieren, sie dient aber auch der Vorbereitung der tatsächlichen Produktion von neuer Hardware. Auch mit anderen Tools für den Start einer Prototypherstellung soll der Entwickler vertraut sein.

Aus dem Jobangebot geht weiter hervor, dass es Facebook um recht sparsame Chips geht, denn die Balance zwischen Leistungsaufnahme, Performance und Diefläche - auch PPA genannt - ist ein Schwerpunkt der Entwicklung. Gesucht sind neue Mikroarchitekturen, die wie üblich zum Teil in FPGAs simuliert werden sollen. Offenbar arbeitet der Konzern also an recht neuartigen Chips und könnte sich dabei auf existierende Technik stützen: Sowohl "custom" als auch "semi-custom" sollen die Designs sein.

Daraus zu schließen, Facebook würde so etwas wie ein Smartphone-SoC bauen, wäre jedoch vorschnell. Sparsame und kleine Prozessoren werden auch in einer Vielzahl anderer Geräte benötigt, unter anderem in Netzwerkswitches. Für diese Komponenten hatte sich das Unternehmen schon einmal ein eigenes Design ausgedacht, das dann auch als Open Hardware veröffentlicht wurde.

Die in Entwicklung befindlichen Bausteine sollen laut der Anzeige für KI, maschinelles Lernen und Videoanwendungen genutzt werden. Dem Text zufolge hat Facebook "die Beschränkungen aktueller Hardware" erkannt, die Fortschritte in diesen Bereichen behindern. Künstliche Intelligenz hatte Mark Zuckerberg bei seinen Anhörungen in US-Kongress und Senat immer wieder als Schlüsseltechnologie gegen Manipulationen seines sozialen Netzwerks bezeichnet. Auch Intel, das unter Hochdruck an eigenen KI-Chips arbeitet, zitierte Facebook als einen der ersten Anwender seines Bausteins Nervana NPP, früher als Lake Crest bekannt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Grafikkarten, Monitore, Mainboards)
  2. 334,00€
  3. 72,99€ (Release am 19. September)

holaBrien 20. Apr 2018

Wer diese Chips verwendet, ist noch massivst unterbelichteter, als die Leute die heute...


Folgen Sie uns
       


Openbook erklärt (englisch)

Openbook ist ein neues soziales Netzwerk, das sich durch Crowdfunding finanziert hat. Golem.de hat sich mit dem Gründer Joel Hernández über das Projekt unterhalten.

Openbook erklärt (englisch) Video aufrufen
Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus
  2. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln
  3. Wasserkühlung erforderlich Leistungshunger von Auto-Rechnern soll stark steigen

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

IT-Headhunter: ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
IT-Headhunter
ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

Marco Nadol vermittelt für Hays selbstständige Informatiker, Programmierer und Ingenieure in Unternehmen. Aus langjähriger Erfahrung als IT-Headhunter weiß er mittlerweile sehr gut, was ihre Chancen auf dem Markt erhöht und was sie verschlechtert.
Von Maja Hoock

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?
  3. Milla Bund sagt Pläne für KI-gesteuerte Weiterbildungsplattform ab

    •  /