Prozessoren: CPU-Lieferungen haben stärksten Rückgang seit 30 Jahren

Niedrige Nachfrage für Prozessoren von Endkunden und OEMs in Kombination mit hohen Lagerbeständen bereiten Probleme. Noch 2023 soll sich die Situation allerdings bessern.

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Prozessoren aller Hersteller werden aktuell wieder weniger nachgefragt.
Prozessoren aller Hersteller werden aktuell wieder weniger nachgefragt. (Bild: Gettyimages)

Die rückläufige Nachfrage nach PC-Komponenten nach der Pandemie zeigt sich weiterhin deutlich. Die Quartalsberichte von AMD und Intel für das Jahr 2022 belegen die angespannte Situation auch bei Prozessoren. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Verkäufe bei CPUs um 34 Prozent, im Vergleich zum Q4 2021 um 19 Prozent.

Der Rückgang ist jedoch insgesamt betrachtet auch eine Rückkehr zur Normalität vor der Pandemie. In den Jahren 2020 und 2021 gab es eine stark erhöhte Nachfrage auf dem PC-Markt. CPU-Hersteller konnten zeitweise die Nachfrage nicht schnell genug bedienen, weil Kontingente bei Auftragsfertigern bereits ausgelastet waren und zusätzlich die Lieferketten nicht reibungslos funktionierten.

Im Jahr 2022 wurden laut dem Marktanalysten Mercury Research 384 Millionen x86-Prozessoren verkauft, 21 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Gesamtumsatz betrug 65 Milliarden US-Dollar, 19 Prozent weniger als im Jahr 2021. Der Umsatz liegt dabei aber über den Umsätzen in den Jahren vor der Pandemie.

Notebooks verkaufen sich besonders schlecht

Am stärksten betroffen ist der Notebook-Markt, der während der Umstellung auf mobiles Arbeiten auch den größten Anstieg neben Peripherieherstellern zu verzeichnen hatte. Teilweise kauften OEMs außerdem bereits vor einem angekündigten Preisanstieg zum Q4 2022 Prozessoren in großen Mengen, was die Verkäufe im nächsten Quartal beeinträchtigte.

Für das erste Quartal 2023 erwarten AMD und Intel weiterhin eine schwierige Zeit. Beide Hersteller gaben zu, die Liefermengen für ihre Produkte zu reduzieren, um die Gewinnmarge nicht zu stark abfallen zu lassen. Für die zweite Jahreshälfte 2023 sieht AMD-Chefin Lisa Su aber die Möglichkeit einer Besserung.

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