Prozessoren: AMD arbeitet an 16C-Ryzen und Intels Skylake-SP zeigen sich

Der Sockel AM4 ist eine Mittelklasseplattform, AMD aber soll auch einen Ableger seiner Server-Fassung für Desktops planen. Die Ryzen-CPUs mit 16 Kernen wären eine Konkurrenz für Intels Sockel 2066. Noch eine Stufe darüber rangiert Skylake-SP alias Xeon Platinum, Gold, Silver und Bronze für Server. Google setzt diese schon ein und legt Benchmarks der 28-Kern-Prozessoren vor.

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Wafer mit Ryzen-Dies
Wafer mit Ryzen-Dies (Bild: AMD)

Während die ersten auf der Zen-Architektur basierenden Prozessoren mit acht Kernen, etwa der Ryzen 7 1800X, schon im Handel sind und die Ryzen 5 bald folgen, arbeitet AMD weiter an seiner Server-Plattform. Bisher hat der Hersteller einzig über Naples gesprochen, einen 32-Kerner. Der benötigt eine LGA-Fassung namens SP3 mit 4.094 Kontakten, weist acht Speicherkanäle auf und unterstützt eine Zwei-Sockel-Konfiguration. Allerdings hat AMD auch ein Snowy Owl genanntes Modell mit 16 Kernen entwickelt - und das könnte laut Canard PC auch für das HEDT-Segment (High End Desktop) erscheinen.

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Snowy Owl besteht aus zwei Zeppelin-Dies auf einem Träger, ist also quasi ein doppelter Ryzen 7 per MCM (Multi Chip Module). Das bedeutet abgesehen von 16 Kernen auch vier DDR4-Speicherkanäle und mindesten 48, wahrscheinlich aber bis zu 64 PCIe-Gen3-Lanes. Der Markt für so einen Chip ist im Consumer-Bereich zwar gering, einige Nutzer wünschen sich jedoch derart viele Anschlussmöglichkeiten für Grafikkarten und SSDs. Der Takt von Snowy Owl würde bei 150 Watt thermischer Verlustleistung bei 2,4 bis 2,8 GHz liegen - wobei unklar ist, ob das Basis, Turbo oder XFR ist. Naples mit 32 Kernen soll bei 1,9 GHz Basis und 2,5 bis 3 GHz Boost auf 180 Watt kommen.

Skylake-SP gegen Naples

AMD mag mit Naples eine leistungsstarke CPU auf den Markt bringen, das dauert aber noch ein paar Wochen. Intel ist schon ein bisschen weiter, ausgewählte Kunden wie Google erhalten bereits die neuen Skylake-Prozessoren mit bis zu 28 Kernen. Die bisherige Unterteilung von EP/EX und E5/E7 scheint Geschichte: Intel unterteilt die Xeons in Platinum (8100, 20 bis 28 Kerne), Gold (6100/5100, 16 bis 18 Kerne), Silver (4100, 10 Kerne) und Bronze (3100, weniger als 10 Kerne) und spricht von Skylake-SP (Scalable Platform).

Dank der Google Compute Engine gibt es erste Benchmarks - im Geekbench ist ein 2,3-GHz-Chip mit 32C/64T der alleinige Spitzenreiter. Und bei Sisoft Sandra liegen zwei Xeon Platinum 8180 mit 28C/56T bei 2,5 GHz vor allen anderen Systemen - gefolgt von Xeon Platinum 8168 (24C/48T bei 2,7 GHz) und Xeon Gold 6150 (18C/36T bei 2,7 GHz). Neu bei dieser Generation ist AVX512 für beschleunigte Float-/Integer-Berechnungen, was von Sisoft Sandra unterstützt wird. Diese benötigen den Sockel LGA-3647 mit sechs DDR4-Kanälen, der auch für die Xeon Phi Knights Landing verwendet wird.

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Crass Spektakel 22. Mär 2017

Doch, in dem Fall schon denn hier trifft (1.) zu: 1. Die Wärme verläuft linear zu den...

Crass Spektakel 22. Mär 2017

Golem sollte durchaus mal Preise für die Intel-CPUs dazuschreiben, deren Highend-Modelle...

ELKINATOR 21. Mär 2017

Du hast von der Materie echt 0 Ahnung. AM4 geht dafür nicht, der Sockel unterstützt kein...

ELKINATOR 21. Mär 2017

Hab ich nicht getan...

Ach 21. Mär 2017

Das Gerücht aus dem AnandTech Forum im originalem Wortlaut: Hört sich IMHO sehr gut an...



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