Prozessor: Wie arm ARM mit Nvidia dran ist

Von positiv bis hin zum Desaster reichen die Stimmen zum Deal: Was der Kauf von ARM durch Nvidia bedeuten könnte.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Nvidia will ARM für 40 Milliarden US-Dollar übernehmen.
Nvidia will ARM für 40 Milliarden US-Dollar übernehmen. (Bild: Nvidia)

Nvidia-Chef Jensen Huang zeigt sich optimistisch: "Das Geschäftsmodell von ARM beizubehalten, ist das Beste, was wir tun können", sagte er im Gespräch mit Analysten und der Presse, an dem auch wir teilnahmen. Am heutigen Vormittag hatte Nvidia angekündigt, ARM für 40 Milliarden US-Dollar vom bisherigen Besitzer - der japanischen Softbank - übernehmen zu wollen; es wäre der bisher teuerste Kauf in der IT-Geschichte.

Inhalt:
  1. Prozessor: Wie arm ARM mit Nvidia dran ist
  2. Ein Desaster laut ARM-Mitbegründer

Tatsächlich wurde wie bei solchen Deals üblich nur ein definitives Abkommen geschlossen. Die eigentliche Übernahme soll erst in weniger als 18 Monaten erfolgen, wenngleich Jensen davon ausgeht, dass es in gut einem Jahr schon so weit ist. Das wäre deutlich schneller als bei Mellanox, das im Frühling 2019 für 7 Milliarden US-Dollar gekauft wurde.

Wettbewerbshüter reden noch mit

Die Verwaltungsräte bei Nvidia, Softbank sowie ARM haben den neuen Deal zwar schon genehmigt - nicht aber die weltweiten Behörden der beteiligten Länder. Zustimmen müssen diese in Großbritannien (ARM), in China (ARM China), in den USA (Nvidia) und in Japan (Softbank).

Für Softbank bedeutet die Übernahme von ARM durch Nvidia, dass zumindest doch noch ein bisschen Geld eingenommen wird; gesichert nur 1,5 Milliarden US-Dollar. Die Briten waren eigentlich als Investition gedacht. Nachdem gerade Uber und WeWork weniger lukrativ als erwartet waren, wies der Vision Fund im vergangenen Geschäftsjahrs einen Verlust von 18 Milliarden Dollar auf.

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Softbank kündigte daher im März 2020 an, Assets für bis zu 41 Milliarden US-Dollar zu verkaufen - und somit schlussendlich auch ARM an Nvidia. Laut Jensen glaubt Softbank an den Erfolg von ARM, nicht umsonst wurde der Kaufpreis anteilig mit 21,5 Milliarden US-Dollar in Form von Nvidia-Stammaktien bezahlt.

Wichtig ist, dass das Hauptquartier in Großbritannien in Cambridge bleibt und somit theoretisch auch die Mehrheit des entwickelten geistigen Eigentums. Im Exportstreit mit China hatte ARM sich den US-Regulatorien mit dem Hinweis gebeugt, dass IP wie die des Cortex-A78 auch aus den USA - nämlich Austin, Texas - stammt und nun ist der Besitzer amerikanisch. ARM China wiederum, das Joint Venture in Shanghai, bestehend aus ARM und Hopu Investments, soll trotz der Übernahme ohne Änderungen weiter Bestand haben.

Nvidia sieht ARM als ideale Ergänzung zu den eigenen GPUs und SoCs, um vor allem im Serversegment zu wachsen.

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Ein Desaster laut ARM-Mitbegründer 
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