Prozessor: Mainboard-Hersteller liefern Windows-7-Treiber für Kaby Lake

Geht es nach Intel und Microsoft, werden die aktuellen Kaby-Lake-Chips unter Windows 7 nicht unterstützt. Ein Grafiktreiber, der offenbar für Windows Server 2008 gedacht ist, ermöglicht dennoch eine passable Kompatibilität.

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Windows-7-Treiber für Kaby Lake
Windows-7-Treiber für Kaby Lake (Bild: MSI)

Intels aktuelle Prozessorgeneration namens Kaby Lake läuft laut Hersteller nur unter Windows 8.1 oder neuer - das ältere Windows 7 ist außen vor. Laut Microsoft werden die Chips nur unter Windows 10 unterstützt. Das hindert einige Mainboard-Hersteller wie Asrock, Asus, Gigabyte und MSI aber offenbar nicht daran, dennoch kompatible Grafiktreiber zur Verfügung zu stellen. Sie alle haben auf ihren Support-Seiten die Version 21.20.16.4508 hochgeladen, die für Kaby Lake unter Windows 7 gedacht ist.

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Ein Kurztest zeigt, dass der Grafiktreiber offenbar ursprünglich für Windows Server 2008 gedacht war und von Intels Partnern auch für Consumer-Produkte angeboten wird. Auf einem Kaby-Lake-System installiert, können Monitore mit 4K und 60 Hz angeschlossen werden und auch die Audiowiedergabe über Displayport sowie HDMI funktioniert. Gleiches gilt für die 3D-Beschleunigung unter DirectX, wie Futuremarks 3DMark 11 demonstriert.

10-Bit-HEVC und VP9 machen Probleme

Das Decoding von 8-Bit-HEVC-Material klappt mit entsprechender Software, nicht aber das von VP9-codierten Inhalten wie sie Google für den Chrome-Browser über Youtube ausliefert. Zumindest Desktop-Modelle wie die neuen Pentium mit Hyperthreading sind schnell genug, VP9-Videos halbwegs sauber wiederzugeben. Allerdings werden mit schöner Regelmäßigkeit einige Frames fallen gelassen, vollständig flüssig ist die Darstellung daher nicht.

Um Windows 7 auf einem Kaby-Lake-Rechner zu installieren, sollte berücksichtigt werden, dass nur XHCI (USB 3.0) unterstützt wird. Folgerichtig müssen passende Treiber ins Image integriert werden, damit Maus und Tastatur bei der Installation von Windows 7 funktionieren. Wer das Update KB2990941 dazu packt, kann das Betriebssystem auch auf NVMe-SSDs installieren. Läuft das System erst einmal, bieten sich passende Treiber für weitere Komponenten an. Samsung etwa bietet einen für die 960 Evo und 960 Pro für Windows 7 an. Auch für USB-3.1-Gen2-Controller von Asmedia gibt es Treiber.

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Auch wenn Windows 7 grundsätzlich auf Kaby Lake und sogar dessen integrierter Grafikeinheit läuft, gibt es kaum Gründe, eine solche Kombination zu verwenden. Aktuelle Spiele nutzen bereits Direct3D 12, was einzig bei Windows 10 vorhanden ist und ältere Software benötigt Kaby-Lake-Fähigkeiten wie 10-Bit-HEVC-Decoding ohnehin nicht. Es reicht daher, zugunsten der Kompatibilität, ein Skylake-System mit Windows 7 zu nutzen.

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Anonymer Nutzer 26. Jan 2017

Dein System alleine hat schon > 50% Marktanteil? Muss ja ein Riesen-Klopper von einem...

Anonymer Nutzer 25. Jan 2017

Und wen interessiert das? Es geht in dem Artikel nicht um Linux sondern um Windows 7.

Kleba 25. Jan 2017

Ist mich Sicherheit eine Verschwörung gegen Win 10 ;-)

Shrykull 25. Jan 2017

Das wurde schon mal von Board-Herstellern versprochen. Hab dann ein ASROCK-1151-Board und...



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