Prozessor: ARM-Server-CPUs werden in Azure und Supercomputern verbaut

Laut CPU-Hersteller Marvell werden dessen ARM-Server-Chips ThunderX2 nun von Microsoft produktiv in der Azure-Cloud benutzt. Cray und Fujitsu nennen unterdessen weitere Kunden für ihre ARM-Supercomputer-Chips.

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Die ThunderX2 laufen jetzt in Microsofts Azure-Cloud.
Die ThunderX2 laufen jetzt in Microsofts Azure-Cloud. (Bild: Servethehome)

Seit mehr als zwei Jahren arbeiten Microsoft und der CPU-Hersteller Marvell bereits an dem Einsatz von ARM-Server-CPUs zusammen. Wie Marvell nun mitteilt, hat Microsoft die ThunderX2-Prozessoren des Herstellers in seiner eigenen Azure-Cloud intern auf Produktivsystemen verteilt.

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Erstmals vorgestellt wurden die ThunderX2-Chips Anfang des Jahres 2018. Die CPUs weisen bis zu 32 Kerne und acht Speicherkanäle auf, zumindest die Topmodelle sollen laut Hersteller so flott sein wie Intels Xeons (Skylake SP). Die CPUs gibt es auch mit geringerer Kernanzahl und die Prozessoren haben bis zu vier Threads pro Kern und zumeist 56 PCIe-Gen3-Lanes. Die Single-Sockel-Chips unterstützen bis zu 2 TByte RAM, also Dual-Sockel-Systeme ergo 4 TByte DDR4. Das ist ein Drittel mehr als bei Intel. In welcher Konfiguration Microsoft die ARM-Server-CPUs nutzt, ist derzeit jedoch nicht bekannt.

Zusätzlich zu Microsoft und Marvell zeigen auch Cray und Fujitsu, dass ARM-Server-CPUs für große und ambitionierte Projekte genutzt werden können. So dient der A64FX-Chip von Fujitsu als Grundlage für den kommenden Fugaku-Supercomputer, der von Cray gebaut wird. Wie die beiden beteiligten Unternehmen nun mitteilen, wird der Aufbau von Cray mit den ARM-Chips von Fujitsu künftig auch für andere Kunden angeboten. Laut der Mitteilung gehören dazu bereits das Los Alamos National Laboratory, das Oak Ridge National Laboratory, die Stony Brook University und die University of Bristol.

Jeder A64FX-Chip hat 48 Compute-Kerne mit reiner 64-Bit-Unterstützung und vier weitere Kerne für Verwaltungsaufgaben. Daten erhält der Chip über vier HBM2-Stacks mit 32 GByte und einer Bandbreite von 1 TByte/s. Der Chip ist zudem der erste, der ARMs sogenannte Scalable Vector Extension (SVE) für Supercomputer mit einer Vektorlänge von 512 Bit integriert.

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